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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Sieht so unsere Zukunft aus?

Jeder stellt sich seine Zukunft anders vor.

Wie stellst du dir die Zukunft vor?

Ich stelle mir die Zukunft so vor, dass unsere Wohnhäuser in bis jetzt unvorstellbare Höhen ragen werde, wir werden aber nicht nur oberhalb der Erdoberfläche leben, sondern auch im Untergrund in „Erdkratzern“ und unter Wasser in ganzen Städten und Siedlungen, die sowohl an der Wasseroberfläche sein können, sowohl als auch unter der Wasseroberfläche und überall hinschwimmen, wo man sie haben möchte. Außerdem, warum sollte man einen festen Wohnort haben? Jeder hat eine riesige Drohne, an welcher das Haus befestigt ist und man es hinstellen kann, wo man möchte, selbst als Boot könnte das Haus dienen. Nicht zu vergessen, Autos, man muss natürlich nicht mehr selbstständig fahren. Vielleicht hat es aber auch gar keine Autos mehr, sondern jeder ein eigenes fliegendes Fortbewegungsmittel.

Die Künstlerin Nacka hat sich ebenfalls Gedanken darüber gemacht, wie sie sich die Zukunft vorstellen könnte und hat ihre Vorstellung in diesem Werk festgehalten.

451_zukunft

Das Werk „Zukunft“ von Nacka ist im Jahre 2003 entstanden und in Öl auf Leinwand mit Spachtelmasse auf die Maße 80 x 60 cm gemalt worden.

Es wirkt im ersten Moment dunkel, leblos, beängstigend, futuristisch und fantasieanregend auf mich. Es wirkt deshalb so auf mich, weil die untere Ebene, bestehend aus den Bergen und dem Fluss genauso wie in der oberen Ebene, welche den Himmel beinhaltet, alle in dunklen Tönen gehalten werden. Nur die von einer Ufo förmigen Glaskuppel eingeschlossene Stadt, in der zweiten Ebene, wird durch ihre helle Farbgebung hervorgehoben.

Das Gemälde stellt eine unter einer Glaskuppel verschlossene Stadt dar, welche auf drei Beine steht und unter ihr ein Fluss hindurchfließt, mit entfernten Bergen im Hintergrund. In der Bildmitte im Vordergrund ist eine bunte Stadt zu sehen, die von einer einem Ufo ähnelnder Glaskuppel verschlossen wird. Die Stadt steht auf einem braunem Boden, welcher drei Beine hat. Das eine Beine steht in der Mitte des Bildes, die anderen zwei Beine sieht man jeweils nur zur Hälfte in den Bildrändern. Die Beine sind mit Rundbögen verbunden und in der Größe verkleinert worden, damit der Eindruck entsteht, dass die hinteren Beine weiter entfernt sind. Das rechte Bein ist kürzer als die anderen beiden, dadurch am weitesten entfernt. Außerdem ist es mit keinem Untergrund verbunden, es sieht aus als würde die Stadt nur mit dem vordersten Bein mit dem Untergrund verbunden  sein und der Rest schwebt in der Luft. In der ersten Ebene des Bildes erkennt man einen Fluss und im Hintergrund, weit entfernte, lila Berge. Der dunkelblaue Fluss wirkt lebendig, indem mit weißen Highlights Bewegungen des Wassers dargestellt werden und die Farbintensität immer heller wird, je weiter das Dargestellte entfernt ist. Die dritte Ebene stellt den Himmel dar, dieser ist blau. Der Himmel beinhaltet einen Farbverlauf, denn die „Verschlossene Stadt“ strahlt eine Helligkeit aus und ist somit um die Kuppel herum heller als an dem Rand des Bildes. Was ebenfalls im Himmel zu erkennen ist, sind die bunten Sterne. Diese sind durch runde, bunte Punkte in den unterschiedlichsten Größen dargestellt. Es ist kein Meer aus Sternen, sondern nur ein paar wenige. Die erste Ebene mit dem Fluss und den Bergen, nimmt etwa 30 % des Bildes ein, die zweite Ebene mit der Glaskuppel nimmt ca. 65 % ein und die Ebene mit dem Himmel 15 %.

Der Betrachter betrachtet das Gemälde aus der Normalperspektive, welche bedeutet, dass die Stadt mit der Glaskuppel in etwa auf Augenhöhe liegt und automatisch den Fokus auf sich zieht. Auf den ersten Blick fällt dem Betrachter direkt der Warm-Kalt Kontrast ins Auge. Dieser entsteht durch die warmen Farben Rot, Orange und Gelb in den Gebäuden, Bergen und dem Himmel  und dem kalten Farbton Blau, welcher im ganzen Bild wiederzufinden ist. Ein weiterer Kontrast, der zu finden ist, ist der Hell-Dunkel Kontrast. Am auffälligsten ist hier die Stelle im Fluss, an welcher eine Bewegung des Wassers hervorgehoben wird und hierbei die Farbe Schwarz und Weiß direkt nebeneinander verwendet wurden.

Das Orange in einigen Gebäuden und das Blau des Himmels und des Flusses ergeben einen Komplementärkontrast. Der Qualitätskontrast spielt in dem Gemälde eine große Rolle. Denn durch ihn entsteht die Räumlichkeit des Bildes. Man sieht ihn zum Beispiel sehr gut an dem Farbverlauf des Bodens, auf welchem die Stadt steht. Die Trübung des Brauns lässt das Gebilde rund wirken, dass gleiche an der Kuppel. Nach Außen hin wird die Farbe immer mehr getrübt. Somit hat das Gemälde eine Valeuristische Farbkonzeption.

Eine weitere Auffälligkeit ist, dass das Licht frontal, mittig auf die Kuppel und den Boden scheint. Man könnte somit denken das, dass Licht direkt von Vorne kommt. Wenn man aber auf den Hintergrund achtet, sieht man, dass der Fluss im Hintergrund viel heller ist als im Vordergrund, somit müsste das Licht eigentlich von hinten kommen. Zudem müsste, um das Bild komplett realistisch wirken zu lassen, ein Schatten unter der Kuppel auf dem See zu sehen sein. Der Fluss ist jedoch unter der Kuppel heller anstatt dunkler. Diese atmosphärischen Bedingungen führen daraufhin, dass die Funktion der Farbe die einer Erscheinungsfarbe ist. Die Malweise und die Maltechnik die Nacka verwendet hat, ist der Malerische Stil und einen deckenden Farbauftrag.

Die Bildkomposition wirkt durch das hochformatige Bildformat zu aller erst dynamisch. Eine bestehende Gruppierung der Gebäude unter der Kuppel, welche ein Dreieck ergeben, wirken jedoch ruhig. Um die Entfernung und Reichweite der Berge darzustellen wurden die weiter entfernten Berge mit helleren Farbtönen gemalt.

Nacka hat gezielt nur die Stadt in hellen Tönen gemalt und alles um die Glaskugel herum dunkel. Das soll die Zerstörung der Erde durch die Menschen darstellen.  Die Menschen zerstören alles, bis sie selbst kein Platz mehr auf der Erdoberfläche haben und müssen, daraufhin sich selbst von dem was sie erschaffen haben schützen, indem sie sich mit einer Glaskuppel von der Erde abschotten müssen. Die zwei unterschiedlichen Lichtpunkte, einmal von hinten und von vorne, ergeben in der Hinsicht auch Sinn. Das ganze Universum ist durcheinandergebracht worden und es gibt zwei Lichtquellen. Der Tagesrhythmus wurde zerstört und nun sind Sonne und Mond gleichzeitig vorhanden. Es ist nie Nacht, nie Tag, sondern immer eine Mittelstufe. Das Wasser und die Berge zeigen die Auswirkungen auf die Erde. Die Meere verbinden sich und überschwemmen alles bis auf die obersten Spitzen der Berge, die Menschen haben keinen Lebensraum mehr. Das helle Farbenbild der Stadt zeigt, dass die Menschheit trotz allem was um sie herum ist, sie nichts dafür tun ihre alte Welt wieder aufzubauen, sondern ein fröhliches und unbeschwertes Leben weiterführen und nicht an das Geschehene denken. Nacka malt ihre Bilder frei nach ihren Emotionen und möchte mit diesem Bild die Menschen darauf aufmerksam machen, mehr auf die Umwelt zu achten.

Ich finde, dass das Gemälde viel über die derzeitige Lebensweise der Menschen aussagt und welche Auswirkungen diese haben kann. Deshalb sollte jeder einen Schritt in die bessere Richtung setzen und sich mehr Gedanken über sein Handeln machen und Möglichkeiten finden, der Umwelt nicht weiterhin zu schaden.

Autorin: MW (Schülerin)

Bildquelle:

http://www.artists.de/451-zukunft

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 19, 2018 von in Sonstiges und getaggt mit , , .

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