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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Die Träume der Nacht

Liebe Kunst- Community,

wenn ihr euch für den Expressionismus, insbesondere die Malerei aus der Zeit, interessiert, dann müsst ihr duch dieses Gemälde unbedingt genauer anschauen.

Der Expressionismus in der Kunst, entstand etwa ab dem Jahre 1910. Er kann als Kunst des gesteigerten Ausdrucks (von lat. expressio „Ausdruck“) verstanden werden. Der Künstler will den Betrachter emotional ansprechen und ihn innerlich erschüttern. Die Bilder werden der Wirklichkeit gegenüber oft verzerrt, als Abstraktion und mit kräftigen Farben dargestellt.

Vincent Willem van Gogh (* 30. März 1853 ; † 29. Juli 1890), der Maler meines Bildes, war ein niederländischer Maler und Zeichner. Er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Seine Motive waren hauptsächlich lichtdurchflutete und südliche Landschaften, aber auch Portraits und Selbstbildnisse. Wenn Ihr weitere Gemälde von ihm sucht, könnt ihr dies auch sehen. weitere Beispiele

Neben der Malerei schrieb van Gogh sehr viele Briefe an seinen Bruder Theo, in denen man viel über sein Leben und seine Hintergründe zu seinen Gemälden herausfinden konnte.

So war unter anderem auch mein Bild, das den Titel „Sternennacht“ trägt, ein Gemälde seiner Sammlung. Es wurde 1889 mit Öl auf Leinwand gemalt und hängt heute in New York City, im Museum of Modern Art. Die Größe des Originalbilds beträgt 73,7 x 92,1 cm.

(2) Selbstbildnis vom Künstler Vincent van Gogh

Mein erster Gedanke zu dem Gemälde : Eine träumerische Nacht mit einem Sternenhimmel. Dann habe ich mich aber gefragt, was diese Wellen im Bild aussagen sollen und habe die Hintergründe dazu erfahren.  

Die Sternennacht von Vincent van Gogh ist eines der bekanntesten Gemälde der Welt. Zu Recht, denn die wirbelnden Lichter am nächtlichen Himmel faszinieren mich sehr. Ein echter Sternenhimmel sieht zwar nicht so aus wie van Goghs Gemälde, aber es ging ihm nicht darum ein Abbild der Natur zu schaffen, sondern seine Gefühle und seine Situation in seinem Bild zu zeigen, die ich euch später noch genauer erkläre. 

Auf dem Bild ist zum größten Teil der Sternenhimmel mit seinen Strömungen zu sehen. Man kann genau elf Sterne zählen, die überall in verschiedenen Größen verteilt sind  und rechts den Mond, der durch seine helle Farbe besonders am Himmel auffällt.

Am unteren Rand des Himmels, kann man nicht genau erkennen, was der Künstler damit darstellen wollte. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass er damit eine Bergkette malen wollte, die den Hintergrund mit der Stadt (Saint-Remy), die im Vordergrund steht, verbinden wollte. Besonders der Kirchturm der Stadt fällt dem Betrachter ins Auge, trotzdem ist die Stadt auch durch ihre eher dunkle Farbwahl in den Hintergrund gerutscht. Vorne links im Bild ist eine Zypresse zu sehen, die einen großen Teil des Bildes bedeckt.

Sternennacht (Vincent van Gogh)

Als nächstes möchte ich Euch die Bedeutung der Farben in dem Bild genauer aufzeigen, denn sie spielen in meinem Bild eine besondere Rolle.

Das Gemälde ist koloristisch, das heißt der Maler hat bewusst ein Komplementärkontrast eingesetzt, um bestimmte Dinge voneinander zu trennen, und zwar durch den Kontrast der gelben und violett/blauen Farbe. Die Landschaft mit den Bäumen, Häusern und Hügeln, ist überwiegend in violett-blauen Abstufungen gehalten, durchsetzt mit wenigen Momenten Gelb, sodass ein Ausgleich zwischen kalter und warmer Wirkung der beiden Farben entsteht.„Sternennacht“ ist eher in einer Erscheinungsfarbe gemalt, denn der Künstler Vincent van Gogh wollte seine Gemälde möglichst naturnah malen, trotzdem wird der Himmel durch seinen unruhigen Pinselauftrag eher unrealistisch.

Dagegen wurde der Himmel mit vielen Abstufungen der Farbe Gelb gestaltet. Trotz des Kontrastes zwischen Himmel und Erde besteht eine Harmonie zwischen den Beiden. Durch den deutlich groben Pinselduktus und die Farbwiederholungen im Himmel und der Stadt, spielen die zwei Ebenen wieder zusammen. Die Zypresse im Vordergrund, die eher dunkel, fast schwarz gemalt wurde, ist mit dem Kirchturm der Stadt, der im Hintergrund liegt, verbunden. Da Vincent van Gogh streng gläubig war, nimmt man an, dass die Kirchturmspitze, die in den Himmel ragt, eine symbolische Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellen könnte.

Das Gemälde ist malerisch und mit einem deckenden Farbauftrag gemalt worden. Der Ausgleich zwischen dem Kalt-Warm-Kontrast ist gut zwischen Himmel und Erde zu erkennen, denn der Quantitätskontrast von der blauen Fläche zur gelben Fläche ist 2/3 zu 1/3. Trotzdem kommt die Farbe Gelb auch vereinzelt in der Stadt vor, welche das Gewicht zwischen Himmel und Erde ausgleicht.

Außerdem ist ein Hell-Dunkel-Kontrast zwischen der Zypresse und den fast weißen Stellen im Hintergrund zu erkennen. So entsteht eine Widersprüchlichkeit zwischen den Ebenen: Die Stille des Dorfes mit der Aufgewühltheit des Himmels, den düsteren Farben der Zypresse im Vordergrund und dem strahlend gelben Sichelmond.

Die Wellen, die in der Mitte des Bildes von links nach rechts verlaufen, werden von Historikern Turbulenzen genannt. Sie sind mit einem hellen Blau besonders auffällig im Himmel zu sehen. Sie stellen einen bestimmten Hintergrund für den Maler dar, die mich sehr beeindruckt haben und ich das nicht erwartet hätte:

Das Bild wirkt bedrückend, aber strahlt auch eine gewisse Ruhe, Hoffnung und Trost aus. Die eingeschränkte Optik des Betrachters, verstärkt durch die Zypresse im Vordergrund, der aufgewühlte und schwungvolle Pinselauftrag, die dunkle Farbgebung der Nachtszene und die umrahmten Hügelketten im Hintergrund, lassen einen verstehen, wie van Gogh sich in seiner krankheitsbedingten Situation gefühlt haben muss.

Ich habe gelesen, dass van Gogh beim Malen des Bildes nicht wie gewohnt in der Natur stand und eine Landschaft malte, sondern in einer Nervenanstalt aus seinen Erinnerungen diese Landschaft nach seinen Gefühlen malte. Es wird auch vermutet, dass van Gogh sich selbst durch die Zypresse darstellen wollte. Er wollte seine Krankheit damit überwinden.

 

 „Siehe, ich habe einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne verneigten sich vor   mir.”

Ich habe mir dieses Gemälde ausgesucht, weil es mir schon öfter positiv aufgefallen ist  und ich vor allem den Himmel mit seinen dargestellten Turbulenzen sehr spannend finde. Als ich dann auch die Hintergründe zu dem Bild gelesen habe, hat es mich noch mehr beeindruckt. Der Nachthimmel wird aus seinen Vorstellungen und seinen Gefühlen gemalt und ein Stück weit ist das Bild träumerisch für mich.

Bildquelle 1 Beitragsbild

Creative Commons Lizenzvertrag

This work is in the public domain in its country of origin and other countries and areas where the copyright term is the author’s life plus 100 years or less

Bildquelle 2 Künstler:

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Bildquelle 3 Sternennacht:

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Textquellen :

Sternennacht Gemälde

Expressionismus

Autorin: LeH (Schülerin)

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