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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Behind the scenes – Hinter den Kulissen

„Los, los, los!“, dringt eine Stimme aus der Dunkelheit. Schatten eilen um die Scheinwerfer herum, um nicht gesehen zu werden. Mit Headsets ausgerüstet und einem Klemmbrett in der Hand geben die Regisseure klare Befehle. Die Schauspieler machen sich fertig und es geht los!

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Hallo liebe Kunst- und Theaterfreunde, und herzlich Willkommen zu diesem Blogeintreag, in dem ich über die Arbeit als „Kultursafari“-Planer als Schüler rede.

Zu Beginn muss ich aber erst einmal erklären worum es bei dem Ganzen geht. Eine Kultursafari ist ein alljähriges Projekt der Kimko-Klassen, das die Schüler dazu anregen soll, sich mit der Kultur in ihrer Umgebung zu beschäftigen. Zu Kultur werden Kunstaustellungen, Theateraufführungen, Tanz und vieles mehr dazu gezählt. Wir wählen aus dem Angebot der Region einzelne Besuchstermine aus- diese werden Kulturtermine genannt. Diese Kultursafari zu organisieren wird nun von unserer Lehrerin als GFS angeboten, wodurch auch dieser Blogeintrag zustande kommt. (Mehr Informationen auf https://kimkobloggt.wordpress.com/2015/08/11/kulturbesuche-oder-kultursafari/) Doch wie läuft das ganze ab?

Ihr kennt es bestimmt aus eurem Alltag: Ihr müsst einen etwas stressigen Tag planen und müsst euch eure Zeit gut einteilen, und zwar so, dass nichts dazwischen kommt und am besten alles wie am Schnürchen klappt. Doch das ist nicht immer so leicht und im schlimmsten Fall geht alles schief.

Das beschreibt aber in etwa die Arbeit als „Kultursafari“-Planer… Man muss wichtige Kriterien einhalten, wie die Zeitplanung für die Abgabe der E-Mails, die Kosten und die Erreichbarkeit der Kulturtermine durch öffentliche Fahrgeschäfte.

Als ich mich auf diese Aufgabe eingelassen hatte, wusste ich nicht wie viel Arbeit und Mühe hinter einem doch so „einfachen“ Ausflug zum Theater steckt. Und dass das zu einer Art Vollzeitjob werden würde, war mir bislang auch nicht klar…

Der Beginn der Kultursafari

Zum Planen dieser eher ungewöhnlicheren Form einer GFS, traf ich mich zuerst mit meinen beiden Gruppenpartnerinnen zur Auswahl einiger Kulturtermine. Und schon zeigte sich die Schwierigkeit, die Termine den obigen Kriterien anzupassen und alle einzuhalten. Viele der Termine waren zwar im Preisrahmen, jedoch viel zu weit weg, oder inhaltlich interessant, aber viel zu teuer, und die Suche ging weiter.

Nach einigen Stunden hatten wir eine Auswahl an Terminen und mussten noch bei den Organisatoren anrufen um eine Gruppe Schüler anzumelden, wobei die meisten meinten, es wäre ausgeschlossen eine Schülergruppe aufzunehmen, was bedeutete, wir mussten neu planen…

Ein steiler, steiniger Weg

Als dann weitere Termine gefunden wurden, die mit den Organisatoren abgesprochen wurden, stand die nächste Hürde an:  Wir brauchten mindestens eine Lehrerin, die sich bereit erklären würde, mitzukommen… Dabei wurden wiederum einige Termine aussortiert.

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Und nach solch einem langen Prozess stand ich da und hatte eine geringe Anzahl an Termine. Nun stand an, die Kultursafari-Emai zu schreiben, die an Eltern, Lehrer, Schüler der Kimko-Klassen und generell, alle Schüler weitergeleitet werden würde.

Dabei übernahm ich die Schreibkriterien, die mir von meiner Lehrerin vorgegeben waren, doch die nächste Schwierigkeit war es, eine sehr detailierte Anfahrtsbeschreibung zu erstellen, damit alle Schüler die Möglichkeit hatten zum Termin der Kultursafari zu gelangen. Dies nahm wiederum einige Zeit in Anspruch

Anfahrt: S4 Richtung Schwabstraße  17:55 Uhr Marbach Bahnhof bis Stuttgart Hauptbahnhof ((tief) Gleis 101) um 18:22 Uhr. Dann Umstieg in S1 Kirchkeim (T) (Gleis 102) um 18:25 Uhr, bis Esslingen (N) um 18:42. Dort sammelt sich die Gruppe und läuft zusammen mit Frau Höllwarth und Frau Bertsch los. Die Autofahrer stoßen um ca. 18:50 hinzu. Heimreise erfolgt eigentändig.

Doch als dann alles stand, ging es nun an die letzte, große Aufgabe der Kimko-GFS:

Ziel in Sichtweite (Die Einführung in Caution – Border ahead)

Ich musste noch eine Einführung für einen der Termine vorbereiten, dazu hatte ich „Caution-Border ahead“, ein Tanztheaterstück, ausgesucht. Um die Einführung für dieses Stück zu planen, musste ich mich erstmal mit dem Thema des Stücks auseinandersetzen. Es ging um Frauenbilder in der Gesellschaft und dessen Veränderung im Laufe der Zeit. Dazu hatte ich mich informiert und ich bekam von der KimkoLehrerin der 10. Klasse einige Materialien geschickt. Ich habe daraufhin eine Rede vorbereitet, die zum Stück hinführte und diese mit meiner Lehrerin besprochen.

Am Aufführungstag kam ich früher zum alten Kino nach Marbach und konnte einen exklusiven Blick hinter die Kulissen auf die Choreographien werfen und mich auf meine Rede einstellen. Als ich an der Reihe war, machte sich das Lampenfieber bei mir breit doch ich wusste, ich war gut informiert.

So führte ich mit meiner kurzen Rede in den Tanz ein und half vor allem den jüngeren Zuschauern zu begreifen, welche Wichtigkeit und Aktualität in dem Stück vorliegt.

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Flashback – Rückblick

Ich bin froh, die Möglichkeit gehabt zu haben hinter die Kulissen einer so unterschätzen Organisationsarbeit geguckt zu haben. Das hat mir klar gemacht wie wichtig es ist, sich in andere Personen zu versetzen und sich zu überlegen, ob noch mehr hinter dem Ergebnis steckt, als das Sichtbare. Dies kann auf alles übertragen werden. Selbst in Blogeinträgen, Gemälden, Zeichnungen und allen Formen von Leistungen ist es wichtig die Mühen und die Zeit zu sehen und die Hingabe so gut zu belohnen, wie man kann, auch wenn es „nur“ ein Applaus ist.

Autor: Schüler, Memo

Bildquellen:

Titelbild: https://www.flickr.com/photos/circusroncalli/24517672990/

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Bild (1): By   https://www.ktoo.org/2014/02/13/spot-check-behind-the-scenes-at-wearable-art-saturday/7-2/

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Bild (2)&(3): Gemeinfrei; eigene Aufnahme

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 11, 2018 von in aus dem Schulalltag..., Kl. 9 2017/18, Projekte, Sonstiges, Tanz und getaggt mit , , , .

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