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Was macht die Gotik so besonders?

kathedrale

Bild 1: Kathedrale LM

Wer kennt es nicht: Man steht vor einer riesigen Kathedrale und denkt sich „Oh wow, aus welchem Zeitalter diese Kathedrale wohl kommt?!“. Diese und weitere Fragen werde ich euch hier in meinem Blog über die Gotik beantworten und dabei auf den Baustil, die Malereien und die Skulpturen der Gotik eingehen. Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen.

Die Merkmale der Gotik in der Architektur

Die Gotik ist eine Epoche der Kunstgeschichte, die sich von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis um 1500 erstreckt. Man kann die Gotik in die Früh-, Hoch- und Spätgotik einteilen. Je nach Land war die Ausprägung der Gotik unterschiedlich, denn die Gotik musste sich erst von Land zu Land ausbreiten. Der zuvor herrschende Baustil ist als Romanik bekannt und der nachfolgende als Renaissance. Die besonderen Merkmale der Architektur in der Gotik sind die Skelettbauweise mit Kreuzrippengewölben, die die Innenräume prägen und das Öffnen der Wände ermöglichen, mit Tabernakeln verzierte Strebepfeiler schmücken die Fassaden und Spitzbögen an den Fenstern und Türen der Kathedrale und Gewändefiguren.

Ich persönlich find den Stil der gotischen Architektur sehr schön und ansprechend, denn durch das Kreuzrippengewölbe und die Fenster mit den Spitzbögen wirkt die ganze Kathedrale freundlicher und offener.

Bild Gotik

Bild 2: Kreuzrippenbögen und Spitzbögen LM

Woher kommt der Begriff Gotik eigentlich?

„Der in Frankreich entwickelte Stil und die neue Bautechnik wurden um 1280 als „opus francigenum“ bezeichnet.“ (1) Da die Spitzbögen ein Typisches Merkmal der Gotik sind wurde der Stil auch eine lange Zeit als „Spitzbogenstil“ bezeichnet.

In Deutschland setzte die Begeisterung für die Gotik erst durch Goethes Text „Von Deutscher Baukunst“ ein, der die Gotik zu einem deutschen Stil erklärte. Man dachte lange Zeit, dass die Gotik in Deutschland entstanden sei, doch dieses Missverständnis ließ sich erst Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts durch kunstgeschichtliche Forschungen aufklären. Im 19. Jahrhundert fand man wieder Gefallen an der Gotik, da sie in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern, als Nationalstil betrachtet wurde. Somit verlor die Gotik ihren negativen Beiklang des Mittelalters.

Die Merkmale der Gotik in der Kunst

In der Kunst wurde mit zunehmender mimetischer Detailgenauigkeit, mit filigraner idealisierter Linienführung und mit größerer Lebendigkeit als bei der Romanik gearbeitet.

kunst in der gotik

Bild 3: Die Verkündung an Maria LM

vergleichsbild Romanik

Bild 4: Die Verkündung an Maria aus der Romanik LM

Auf Bild  4 sieht man, dass bei den Figuren die Mimik und Gestik mehr beachtet wurde, als bei dem Bild 3, das aus der Romanik stammt. Zum Vergleich hier noch ein Bild aus der Romanik mit dem selben Thema nämlich der Verkündung an Maria. Im Vergleich erkennt man sehr deutlich, dass die Mimik und Gestik in der Romanik nicht so ausgeprägt waren wie in der Gotik. Die Figuren haben herunterhängende Mundwinkel und die Gesichter sind fast identisch, während bei dem Bild aus der Romanik die Figuren individuelle Gesichter haben und auch beide anders sehen. Ein weiterer Unterschied ist der Hintergrund der Bilder, denn in der Romanik wurde der Hintergrund einfach in einer Farbe bemalt, während der Hintergrund bei dem Bild aus der Gotik aus Spitzbögen und bunten Verzierungen besteht.

Die Merkmale der Gotik bei Skulpturen

Gotische-Madonna

Bild 5: Gotische Madonna LM

skulpturen gotik

Bild 6: Skulpturen LM

Die Figuren wurden zunehmend individualisiert, das heißt sie bekamen eine eigene Gestik und Mimik, sowie eine eigene Körperhaltung. Die Skulpturen in der Romanik waren sehr eintönig und sie hatten keinen Schwung in sich, was bei den Skulpturen in der Gotik nicht der Fall war, denn sie hatten eine bewegte Darstellung, was man auch als S-Schwung bezeichnet. Auch an der Kleidung der Skulpturen wurde gearbeitet, denn sie bekamen einen ausgeprägten Faltenwurf, der die gesamte Skulptur lebendiger aussehen ließ. Noch dazu wurden den Skulpturen mehr Details verliehen, sodass sie insgesamt näher an der Realität sind, als die Skulpturen der Romanik. Die Skulpturen der Gotik wurden für Kathedralen gefertigt und dort entweder innen oder außen an den Mauern der Kathedrale angebracht.

Mir gefallen die gotischen Skulpturen sehr gut, denn sie sind sehr realitätsnah und haben alle eine bestimmte Ausstrahlung. Wie gefallen euch die Skulpturen der Gotik?

 

Ich hoffe ich konnte euch die Merkmale der Gotik etwas genauer veranschaulichen und ihr findet die Gotik genauso spannend wie ich.

Eure LM (Schülerin)

 

Quellenangaben:

 

Bild 1:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Kathedrale LM

Bild 2:

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Kreuzrippenbögen und Spitzbögen LM

Bild 3:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Die Verkündung an Maria LM

Bild 4:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Die Verkündung an Maria aus der Romanik LM

Bild 5:

a rel=“license“ href=“http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/“>Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Gotische Madonna LM

Bild 6:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Skulpturen LM

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mai 13, 2018 von in -Kl. 8 2017/18, Kunstgeschichte, Sonstiges und getaggt mit , , , .

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