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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

„Staatsgalerie Stuttgart“ – eine normale Galerie?

Staatsgalerie Stuttgart“ hört sich sehr langweilig an, aber ist es auch so?

Wir, die beiden Kimko-Klassen 8, haben eine Exkursion in die Staatsgalerie Stuttgart gemacht. Am 07.03.2018 sind wir alle zusammen nach der Schule in die S-Bahn eingestiegen und haben uns aufgeregt auf den Weg gemacht. Eine unserer Lehrerinnen konnte leider nicht mitkommen, da sie krank war, doch es hat trotzdem sehr Spaß gemacht.

Nach einer 30-minütigen Fahrt waren wir endlich da. Ich war sehr gespannt, die Gemälden zusehen. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was daran so interessant sein soll. Das faszinierende ist, dass die Gemälde nicht in der heutigen Zeit gemalt wurden. Heutzutage kann jeder malen, aber denkt mal nach: diese Kunstwerke sind vor ca. 500-1000 Jahre entstanden! Damals gab es noch keine altbewehrten Techniken und es wurde alles neu erfunden.

Bevor wir die Staatsgalerie betreten durften, bekamen wir ein Arbeitsblatt mit Abbildungen verschiedener Gemälde. Unsere Aufgabe war es, diese Kunstwerke im Museum zu finden, sie genau zu studieren, deren Merkmale aufzuschreiben und sie zum Schluss in die richtige Epoche einzuordnen.

Griechische Antike (700 – 30 v. Chr.)

Römische Antike (27 v. Chr. – 600 n. Chr.)

Romanik (750 – 1250 n. Chr.)

Gotik (1140 – 1500 n. Chr.)

Renaissance (1420 – 1530 n. Chr.)

Manierismus (1530 – 1600 n. Chr.)

Barock (1575 – 1720 n. Chr.)

Rokoko (1720 – 1780 n. Chr.)

Wir hängten unsere Sachen schnell in eine Garderobe und fingen an die Bilder zu suchen.

Jedes Gemälde war einzigartig und prachtvoll. Es hat ganz schön lange gedauert, bis wir die Bilder fanden, denn es befanden sich so viele Kunstwerke im Museum und alle waren atemberaubend, sodass ich meine Augen nicht davon abhalten konnte.

In der Staatsgalerie hat mich aber ein Kunstwerk ganz besonders begeistert und deswegen will ich euch über dieses etwas erzählen. Der Herrenberger Altar (entstanden 1519 n. Chr.) von Jerg Ratgeb ist ein unglaublich großes Kunstwerk. Es ist aus der Frührenaissance, weil es wenige Details, Klarheit und eine neue Raumauffassung besitzt. Als ich das Gemälde betrachtete, fiel mir auf, dass es viele Emotionen, unterschiedliche Gestiken und individualisierte Gesichtszüge darstellt, wie man es in den Körperhaltungen und Gesichtsausdrücken sehen kann . Dies alles hat mich mitgerissen und deswegen fand ich es das fantastischste Gemälde des Museums.

IMG_4280[1]

Bild 1: Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb

Nachdem wir fertig waren mit den Aufgaben, haben wir unsere Ergebnisse vor den jeweiligen Bildern besprochen. Danach packten wir unsere Sachen ein, schulterten unsere Taschen und machten uns auf den Weg zur S-Bahn.

Die Antwort für die vorherige Frage, ob die „Staatsgalerie Stuttgart“ so langweilige ist, wie sie sich anhört, lautet: Nein, sie ist das vollkommene Gegenteil. Das Museum ist keine Galerie wie andere. Dort riecht es nicht nach Ölfarbe, Muff und Staub. Es riecht nach Geschichte und Kunst!

Ich fand die Exkursion super und sehr nervenaufreibend. Die Bilder werden in der Galerie legendenhaft präsentiert, da die Räume passend zum Thema designed sind und die Bilder somit tausendmal prachtvoller wirken. Ich empfehle euch dorthin zu gehen, um euer Kunstwissen fortzubilden und mehr über Kunstgeschichte zu lernen.

Autor: M.S (Schüler)

Bild 1: Creative Commons Lizenzvertrag
Herrenberger Altar von M.S ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am März 17, 2018 von in Kl. 8 2017/18, Kunstgeschichte, Sonstiges und getaggt mit , , , .

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