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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

„Make new history“: Eine Ausstellung künstlerischer Leidenschaft

Historische Portraits neu inszeniert – was bedeutet das? Welche Hintergründe stecken in einem Portrait? Und wie kann man dies darstellen?
Mit solchen Fragen beschäftigten wir, die Kimko-Klassen 8/9, uns über 2 Monate und organisierten eine gelungene Ausstellung.

Vorderseite_Flyer

Bild 1. linke Bildhälfte: Beyza Sarizeybek, 2017, Fotografie.
rechte Bildhälfte: El Greco, Dame im Pelz, 1577-1580, Öl auf Leinwand

Hallo lieber kunstinteressierter Leser,
hiermit möchte ich dich in die Welt junger Künstlerinnen und Künstler führen und dir erzählen, wie unserer Ausstellungsprojekt „Make new history“ abgelaufen ist.

Als erstes wurden unsere beiden Kimko-Klassen in Gruppen eingeteilt, die jeweils verschiedene Aufgabenbereiche erarbeiten mussten: Es gab das Presse-Team, welches die Flyer und Plakate gestaltete, Öffentlichkeitsarbeit verrichtete und vieles mehr. Dann gab es ein Orga-Team, welches unter anderem dafür zuständig war, Sponsoren zu finden oder die Kommunikation zwischen den Gruppen zu erleichtern. Das Kuratoren-Team musste sich einen Überblick über alle Gruppen verschaffen, ein einheitliches Gesamtkonzept überlegen und somit beispielsweise auf die Atmosphäre und Stimmung des Raumes achten. Doch das war noch nicht alles, denn die restlichen Schüler aus unserer Klassenstufe waren in Kommunikations-Teams eingeteilt, die sich Performances und Inszenierungen zu den gemalten Portraits überlegten, um damit die Grundaussagen der Bilder den Betrachtern näherzubringen.
Natürlich gab es auch Kimko-Schüler aus der höheren Klassenstufe 9/10, die die Bilder malten, indem sie ein weltberühmtes, historisches Portrait, wie zum Beispiel „Mona Lisa“, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ oder „Frida Kahlo“ so originalgetreu wie möglich fotographisch nachstellten und dieses dann abmalten. Hier könnt ihr den Blogartikel zu einem dieser Portraits lesen. Hört sich schon sehr interessant an, nicht wahr?

Kurzum hatten wir alle unsere spezifischen Aufgaben, doch verfolgten dasselbe Ziel: Eine eindrucksvolle Ausstellung zu organisieren, in der die Betrachter angeregt werden, sich in Bilder hineinzuversetzten und sich zu überlegen, was hinter dem Kunstwerk steckt. So versuchten wir die Kunst den Menschen näherzubringen und zu zeigen, dass sich mehr dahinter verbirgt, als nur ein paar Pinselstriche.

In den folgenden Wochen der intensiven Vorbereitung – sowohl vor Ort, als auch in der Schule – entstand langsam aber sicher ein vorzeigbares Endprodukt. Hier könnt ihr nachlesen, wie es uns in dieser Entwicklungs- und Aufbau-Phase erging.

Schließlich war es soweit! Der Freitagabend der Vernissage im alten Kino in Marbach war gekommen. Wie alle war ich sehr aufgeregt und wartete gespannt auf die ersten Gäste und die Presse. Unser Schulleiter Herr Martin erklärte sich freundlicherweise dazu bereit, eine schöne Einführungsrede zu halten. Es war ein voller Erfolg! Der Saal war fast voll und die Rede wurde mit Beifall honoriert. Überall tummelten sich Gäste in unterschiedlichstem Alter vor den Gemälden und man konnte die Begeisterung in ihren Augen erkennen.

Im Eingangsbereich erwartete die Gäste eine verzierte Sponsorenwand, die den freundlichen Unterstützern unseres Projekts gewidmet war und Informationen zu den Uhrzeiten der jeweiligen Performances, die an diesem Abend stattfinden sollten.

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Bild 2. Bar

Der Weg führte weiter, stilecht auf einem roten Teppich, zu einer kleinen Bar, an der natürlich auch erfrischende Getränke und leckere Snacks angeboten wurden.

Die originell eingerahmten Bilder im ersten Raum waren nach Petersburger Hängung an die rot gestrichene Wand platziert und präsentierten die beeindruckenden, selbst gemalten Portraits der Schülerinnen und Schüler der Klasse 9/10, die einen regelrecht in ihren Bann zogen und verzauberten.

 

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Bild 3. Petersburger Hängung

 

Im Raum dahinter wurden einige der Portraits auf unterschiedliche Art und Weisen in Szene gesetzt. Mithilfe von drapierten Stoffen, Farben und musikalischen Stücken, wurden alle Sinne angesprochen und getestet.
Zum Beispiel gab es eine Inszenierung, bei der Zettel mit Fragen an eine Wand gehängt waren, die den Betrachter zum Hinterfragen des Gemäldes anregten.
Des Weiteren hatte man die Möglichkeit, sich selbst, passend zu einem Bild über Rassismus, mit weißer oder schwarzer Farbe zu bemalen, um sich besser in das Kunstwerk hineinversetzen zu können.

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Bild 4. Frida Kahlos Garten

Bei einer anderen Inszenierung trat man in einen Raum, in dessen Frida Kahlos Garten prachtvoll dekoriert wurde. Es wurde die Szene nachgestellt, in der der Fotograph an Frida so lange herumnörgelt, bis sie den etwas grimmigen Ausdruck, wie den auf dem Bild, perfekt darstellte.
Da war sehr viel Durchhaltungsvermögen gefragt, denn das Kommunitaktions-Team mussten die Szene während der Vernissage gefühlte hunderte Male spielen…

Wärst du genauso fasziniert, wie all die Gäste es waren? Ich bin mir sicher, die Ausstellung in all ihren Facetten wäre bei dir genauso gut angekommen!

Mit diesem Abend war die Ausstellung aber noch nicht zu Ende, denn sie konnte das ganze Wochenende über besucht werden.

Durch dieses Projekt habe ich viel gelernt, vor allem neue Erkenntnisse in organisatorischer Richtung. Außerdem konnte ich damit ein mal hinter die Kulissen solch einer Ausstellung schauen und erfahren, wie viel Arbeit dies mit sich bringt.
Für uns alle war „Make new history“ auf jeden Fall ein erfolgreich gemeistertes Projekt, welches definitiv einen Besuch wert war.

Was sagst du dazu?
Habe ich nun dein Interesse an der Kunst der Performance und Inszenierung geweckt?

Ich hoffe, mein Blog konnte dich etwas inspirieren und hilft dir dabei, Gemälde und andere Kunstwerke bei deinem nächsten Museumsbesuch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und verstehenzukönnen.

Autorin: JL (Schülerin)

Bild 1. Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am März 6, 2018 von in Kl. 8 2017/18, Kommunikation, Projekte, Sonstiges und getaggt mit , , , , , , .

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