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Romanik?

Hey Kunstinteressierte,

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit Romanik beschäftigt und möchte euch nicht nur einen Einblick in diese Epoche gewährleisten, sondern euch auch am Beispiel eines Bildes zeigen, wie damals Räumlichkeit dargestellt wurde.

Erst einmal ein paar Eindrücke in die Romanik:

Die Kunstepoche der Romanik, welche in größten Teilen Europas von 750 bis 1250 n.Chr. ging (frühes und hohes Mittelalter), stammte aus Westeuropa, verbreitete sich jedoch im Laufe der Zeit. Die sogenannte “Mutter der Kunst” war damals die Architektur, sie stand im Mittelpunkt. Dabei wurde viel auf Elemente der römischen Antike zurückgegriffen. Besonders Rundbögen waren beliebt. Im Kirchenbau wurde, genau wie in der Spätantike, der Baustil der Basilika bevorzugt. Dabei waren vor allem Säulen, ausgestaltete Kapitelle, dicke Wände und kleine Fenster auffällig. Insgesamt ist der Eindruck einer romanischen Basilika eher massiv und wuchtig. Im Vergleich zu Basiliken aus der Spätantike sind die aus der Romanik jedoch deutlich geräumiger. Damals wurden zum ersten Mal Kreuzgratgewölbe benutzt, um die Kirchen größer erscheinen zu lassen.

File:Wurzen Dom Innen.jpg

Bild 2

Da bei Kunst in Kirchen Gott im Mittelpunkt stehen musste, wurden Künstler und Baumeister meist nicht erwähnt.

Die Malerei der Romanik war genauso wie die Architektur sehr religiös motiviert. Deshalb gab es auch fast ausschließlich Malerei mit christlichen Motiven. Da allerdings die Architektur im Mittelpunkt stand, waren diese sakralen Bilder zuerst nur in Form von Buchmalerei zu finden. Dabei waren sie symbolhaft anstatt realistisch und hatten oft Hintergründe aus Blattgold. Viele christliche Darstellungen waren auch in Form von Bilderschriften oder Reliefs, da die meisten Menschen nicht lesen konnten.

So wurde Räumlichkeit in der Romanik dargestellt:

File:Monestir de Sant Pere del Burgal (La Guingueta d'Àneu) - 1.jpg

Bild 1

Dies ist ein Beispiel einer Malerei aus der Romanik. Anhand des Bildes kann man die damalige Darstellung von Räumlichkeit sehr gut erkennen:

In der Malerei wurde fast ohne Einfluss von Licht gearbeitet. Außer anhand einzelner hellerer Stellen am Stoff, ist kaum zu erkennen, aus welcher Richtung das Licht kommt. Es sind auch fast keine Schattierungen vorhanden. Das war damals gängig. Da die Malerei ihren Fokus auf den biblischen Inhalt setzte, wurden einfache Formen benutzt und die Malereien waren nicht besonders realistisch. Da damals die Zentralperspektive nicht verbreitet war, gab es in den meisten Bildern kaum Räumlichkeit in Form von Tiefe. Stattdessen wurde teilweise mit Staffelung und Überlappung gearbeitet, das reichte jedoch nicht aus, um klar darzustellen, wie weit bestimmte Objekte entfernt sind. Auch Höhenunterschiede wurden oft angewendet, genauso wie Größenvariation, obwohl dies eher zur Symbolik diente, um auf besonders wichtige Dinge hinzuweisen.

Ich hoffe euch hat der Blog gefallen und ich konnte euch die Romanik und ihre Eigenschaften etwas näher bringen :).

ViSt (Schülerin)

Textquellen:

https://artinwords.de/romanik/

https://www.innenarchitekten-in-berlin.de/architektur/romanik-architektur.htm

Bildquellen:

Bild 1:

Von Jaume MenesesObjektposition42° 32′ 45,56″ N, 1° 10′ 02,01″ O Dieses und weitere Bilder auf OpenStreetMapGoogle EarthFlickr: Retornant al romànic renovat del MNAC, CC BY-SA 2.0, Link

Creative Commons License
Monestir de Sant Pere del Burgal (La Guingueta d’Àneu) by Jaume Meneses is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.
Based on a work at https://de.wikipedia.org/wiki/Katalanische_Romanik.

Bild 2:

Von Joeb07Eigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Creative Commons License
Innenraum des Wurzener Doms by Joeb07 is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.
Based on a work at https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenkirche_(Dresden,_romanischer_Vorgängerbau).

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am März 2, 2018 von in Kunstgeschichte, Sonstiges und getaggt mit , , , .

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