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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Monet und das Spiel mit den Farben

Hallo an alle Kunstliebhaber und willkommen zu einem neuen Ausflug in die Kunstgeschichte. Heute reisen wir zurück in die Zeit des 19. Jahrhunderts und schauen uns das Gemälde „Mohnfeld bei Argenteuil“ von Monet an. Also, wer kommt mit? 😉

Das Gemälde wurde im Jahr 1873 von Claude Monet mit Öl auf Leinwand gemalt und ist 50 mal 65 cm groß. Es hängt im Musée d’Orsay in Paris.

Mohnfeld bei Argenteuil

„Mohnfeld bei Argenteuil“

Ruhig, fröhlich, entspannend und leicht, so wirkt das Gemälde auf den ersten Blick.

Unten rechts kann man im Vordergrund eine junge Frau und einen kleinen Jungen erkennen. Sie machen zusammen einen ausgelassenen Spaziergang an einem wunderschönem , sonnigen Tag. Sie sind umgeben von einem riesigen Feld, das über das Bildende hinaus geht. Rechts im Bild ist das Mohnfeld besonders auffällig. In der linken Hälfte des Bildes sieht man zwei weitere Menschen. Auch hier handelt es sich um eine junge Frau und ein kleines Kind. Der Hintergrund wird von Bäumen durchzogen, über welchen der Himmel und seine Wolken zu sehen sind.

 

Wissenswertes über Monet:

File:Claude Monet 1899 Nadar crop.jpg

Claude Monet

„Ich will das Unerreichbare. Andere Künstler malen eine Brücke, ein Haus, ein Boot und das wars. Ich dagegen will die Luft malen, die die Brücke, das Haus, das Boot umgibt, die Schönheit der Luft, die diese Objekte umgibt und das ist nicht Unmögliches.“

Monet wurde am 14. November 1840 in Paris geboren und zählt zu den bekanntesten französischen Malern. Um Malerei zu studieren fuhr er 1859 nach Paris. Einige Jahre später kam sein erstes Kind mit Camille Doncieux zur Welt, welche er später auch heiratete. Insgesamt hatten sie acht Kinder. Einige Zeit nachdem seine Frau starb kaufte er sich schließlich das Grundstück am Seerosenteich. Je älter er wurde, desto schlechter ging es ihm und sein Sehvermögen ließ langsam nach. Deshalb musste er sich 1923 einer Augenoperation unterziehen. Am 5. Dezember 1926 starb Claude Monet im Alter von 86 Jahren an Lungenkrebs. Besonders bekannt ist er für seine Gemälde mit Seerosen oder der japanischen Brücke.

 

Das Spiel mit der Farbe:

Der Vordergrund des Bildes wurde insgesamt in sehr matten Tönen gemalt. Besonders auffällig ist, dass bei diesem Gemälde die Farben fast blass und transparent wirken. Eine Ausnahme ist das Mohnfeld auf der linken Seite im Bild. Das Mohnfeld wurde in einem leuchtenden Rot gemalt, welches einen starken Warm-Kalt-Kontrast zum Rest des Bildes bildet. Dadurch stechen die roten Blumen besonders hervor. Die Blumen im vorderen Teil wurden noch sehr detailliert gemalt, während die Blumen im Hintergrund immer undeutlicher und ungenauer werden. Hier wurde das raumbildende Mittel der Luftperspektive verwendet. Die Konturen der Landschaft werden aufgehoben. Links unten im Bild sieht man kleine gelbe Blumen, die aufgrund des hellen Farbtons kaum zu sehen sind. Ein weiterer Farbklecks ist das hellblaue Kleid und vor allem ihr auffälliger und kräftig pigmentierter Sonnenschirm.

Im vorderen Teil des Bildes ist noch deutlich grüne Farbe zu erkennen. Je weiter man nach hinten schaut, desto weniger Grün wurde verwendet. Die Farben verfließen ineinander. Der Mittelteil des Bildes ist dunkler als der Rest gehalten. Monet verwendete ein dunkleres Grün. Die rechte Seite wirkt aufgrund der monotonen Farbgebung ruhig. Wogegen die linke Seite durch ihre verschiedenen Farbtöne und die tupfende Auftragsweise der Farbe aufgewühlt und wild wirkt. Der Kontrast von hell und dunkel ist hier auch deutlicher zu sehen. Auch im Hintergrund kann man den Unterschied zwischen der ruhigen und aufgewühlten Seite erkennen. Die Bäume auf der rechten Seite im Bild stehen gleichmäßig, gleichhoch und parallel zum Bildrand, die auf der linken Seite haben unterschiedliche Abstände und Höhen. Der Gipfel des höchsten Baumes hat zusätzlich eine andere, hellere Farbe. In etwa der Mitte des Bildes steht zusätzlich noch ein kleiner hellgrüner Busch, der nach vorne, in die Richtung des Bildvordergrunds zu wachsen scheint. Ebenfalls ungefähr in der Mitte ist im Hintergrund ein kaum erkennbares Haus ein wenig hinter den Bäumen versteckt. Auch die Farben des Hauses sind hell und unauffällig. Das Dach ist in einem sehr hellen Rot und die Fassade in einem ebenfalls hellem gelblichen Farbton gehalten. Der Himmel erstreckt sich über den oberen Teil des Gemäldes. Je weiter man nach oben zum Bildrand schaut, desto dunkler, kräftiger und farbintensiver wird das Blau. Nach unten verschwimmt das Blau ein wenig mit den weißen Wolken und wir deutlich heller. Dominiert wird das Gemälde von den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau.

Das Gemälde, welches zur Zeit des  Impressionismus gemalt wurde, weist viele dieser Epochenmerkmale auf. Vermischte Farben auf der Leinwand, verwischte Striche und Bewegung wie z.B. die unruhigen Wolken am Himmel, waren damals typisch. Kurze, starke Pinselstriche sind oft deutlich zu erkennen. Außerdem wurden Menschen, wie auch oben im Bild zu erkennen, häufig nur durch bunte Farbtupfer angedeutet.

Mir persönlich gefällt das Gemälde von Monet sehr gut, besonders seine Malweise und die harmonischen Farben.  Auf mich wirkt das Bild sehr ruhig und friedlich.

 

Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat und wenn ihr noch mehr über Kunstgeschichte und Kunst im Allgemeinen wissen wollt, dann schaut doch gerne mal bei unseren letzten Blogbeiträgen vorbei und lasst uns eure Meinung wissen. Bis zum nächsten Mal. 🙂

FL (Schülerin)

 

Textquellen:

Bildquellen:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Februar 27, 2018 von in Bildende Kunst, Kl.9 2017/18, Kunstgeschichte und getaggt mit , , , , .

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