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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Alles bearbeitet?!

Ich schnappe mir eine Zeitschrift und werfe mich auf mein Bett. Ich blättere durch mein Magazin und suche nach neuen Klamotten. Wow, diese Models sind alle so groß und schlank und die Kleider sitzen perfekt! Aber an mir sieht das eh doof aus. Ich habe nicht die passende Figur dafür. Ich lege also meine Zeitschrift weg und stelle mich vor den Spiegel. Einen Blick hinein und mir fallen sofort ein paar Dinge auf, die ich gerne ändern würde. Dieses Gefühl kennt doch jeder, oder?

Aber wollen wir das wirklich? Oder wird unser Denken vielleicht von diesen Zeitschriften, der Werbung oder den Fernsehshows in eine Richtung gelenkt?

Sind wir mal ehrlich, diese Bilder sind doch alle bearbeitet. Aufhellen, abdecken, glätten, verformen. Man kann sogar die Beine der Models verlängern oder Muskeln hinzaubern, wo eigentlich keine sind. Menschen, die das professionell machen, können ganze Gesichter verändern, ohne dass es einem Laien, wir mir zum Beispiel, auffällt.

Die meisten Menschen machen das jedoch eher als Hobby oder um ein neues, schönes Bild zu teilen. Wir haben doch fast alle so eine Bearbeitungsapp auf unserem Handy, oder? Zähne aufhellen oder ein Funkeln in die Augen zaubern. Aber wer oder was legt eigentlich fest, ob die Zähne zu gelb oder die Augen zu matt sind? Ist doch totaler Quatsch! Aber trotzdem bearbeiten wir unsere Bilder. Alleine einen Filter über das Bild zu legen ist eine Art der Bildbearbeitung.

Mithilfe von Photoshop kann man Bilder aber auch unglaublich verbessern und aufpeppen. Alleine die Helligkeit etwas zu erhöhen macht schon einen großen Unterschied. Wenn man dann, natürlich nicht zu viel des Guten, die Haut etwas glättet oder kleine Fältchen kaschiert, fühlt man sich doch auch wohler, ein Bild zu posten. Seht ihr das nicht auch so?

Natürlich geht das nicht immer gut – zur Belustigung der Allgemeinheit. Kennt ihr nicht auch diese Bilder, in denen sich ein Türrahmen oder die Kante eines Spiegels verbiegt? Man denkt, sowas kann doch nur einem Anfänger passieren, aber oftmals sind es die ganz großen Influencer, denen sogenannte Photoshop Fails unterlaufen.

Aber Bildbearbeitung wird nicht immer nur zu guten Zwecken genutzt. Wie gesagt, kann man Menschen so bearbeiten, dass man sie nicht mehr erkennt. Man kann sie verunstalten oder auch einen Kopf auf einen falschen Körper setzen. So können Bilder entstehen, die nie aufgenommen wurden. Mit solchen Bildern können Leute fertiggemacht, verspottet und gemobbt werden, auch wenn sie mit dem Bild gar nichts zu tun haben. Und ich denke, dass die meisten einem Bild mehr glauben, anstatt den Worten der betroffenen Person…

Natürlich muss man nicht unbedingt eine Person bearbeiten. Es gibt genug Bilder, auf denen nur ein Sonnenuntergang oder ein Ausblick, aus einem Flugzeug zum Beispiel, abgebildet ist. Sättigung hoch und schon sind die Farben viel intensiver und man schaut sich so ein Bild doch auch viel lieber an, oder?

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Bild 1: Sonnenuntergang auf den Seychellen

Wie erwähnt wird Bildbearbeitung auch viel in der Werbung benutzt. Ein saftiger Cheeseburger mit knackigem Salat und frischer Tomate. Aber, wer hätte das erwartet, auch das ist nicht echt! Das Burgerbrötchen ist nicht essbar und auch die Soße wird per Hand mit einer kleinen Spritze an die Seiten injiziert. Es dauert, bis ein passendes Bild aus einem passenden Winkel geschossen ist. Danach wird das Bild noch in Photoshop bearbeitet, also das Brötchen wird brauner, das Fleisch saftiger… Wir sehen diese Bilder, bekommen Lust auf so einen Burger und kaufen einen. Aber am Ende besteht der nur aus weichem Brot und trockenem Fleisch.

Also merkt euch:

In der Werbung ist nichts, wie es scheint.

Es werden aber nicht nur Bilder und Werbung, sondern auch Filme oder Videos bearbeitet. Beispielsweise Action- oder Fantasyfilme: die Schauspieler stürzen natürlich nicht von Klippen und streicheln auch keine Raubtiere. Das alles wird mit sogenannten Greenscreens oder grün überzogenen Gestellen aufgenommen. In diese Aufnahme werden dann die passenden Hintergründe oder Tiere beziehungsweise Wesen eingefügt. So ist das alles ungefährlich, aber natürlich schwerer für die Schauspieler. Stell dir vor, du bist ein/e Schauspieler/in und es geht um eine Szene, in der du einem Löwen begegnen musst. Dabei wärst du doch ängstlich, oder nicht? Und wie kommt diese Angst am besten rüber? Natürlich, wenn du einem echten Löwen begegnen würdest und nicht, wenn sich ein großer, grüner Klotz auf dich zu bewegt.

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Bild 2: Fernsehstudio mit Greenscreen

Greenscreens werden aber nicht nur für Filme verwendet, sondern auch für Fernsehsendungen, wie die Nachrichten. Diese blauen Wände, auf denen die Nachrichten angezeigt werden, sind keine riesigen Bildschirme.

Jetzt würde ich gerne eure Meinung hören: Wie steht ihr zu Bildbearbeitung und bearbeitet ihr eure Bilder vielleicht sogar selber? Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Kommentar dalasst!

Autorin: JM (Schülerin)

Beitragsbild:Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Bild 1:Creative Commons Lizenzvertrag
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Bild 2:Creative Commons Lizenzvertrag
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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Januar 13, 2018 von in -Kl. 8 2017/18, Medien, Sonstiges, Werbung und getaggt mit , , .

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