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Manierismus in der Architektur!?

Was ist Manierismus überhaupt? Welcher Zeitraum wird dem Manierismus zugeordnet?
Diese Fragen möchte ich euch heute in meinem Artikel beantworten und hoffe, dass es euch hilft bzw. ihr etwas Neues lernen könnt. Außerdem möchte ich euch eine Werkbetrachtung des großen Zeughauses in Danzig, Polen schreiben.

Manierismus? Manierismus ist eine Kunstepoche, welche in der Spätrenaissance aus Italien stammt. Der Manierismus wird in Italien zu Kunstwerken zugeordnet, welche zwischen 1520 und 1600 entstanden. Zwischen 1550 und 1610 gilt dies in Frankreich. Den Niederlanden und Deutschland wird die Zeit des Manierismus zwischen 1560 bis 1610 zugeordnet. Dieser Kunststil ist sehr von der Revolution und der Gegenrevolution gekennzeichnet. Die Künstler wollten von dem Ideal der Renaissance abkommen und ihren eigenen Stil „untermischen“. Eine Handlung oder Sprechweise welche gekünstelt ist/wirkt, wird oft auch als Manierismus bezeichnet.

Eine Frage, die man sich stellen könnte, wäre jetzt: „Wie unterscheide ich den Manierismus von den ganzen anderen Kunstepochen?“. Jede Kunstepoche hat eigene Merkmale. Die Merkmale des Manierismus sind: „oft unnatürliche Haltungen bzw. Perspektiven, figura serpentianta in Bildhauerei und Malerei, Florisstil (Dekorstil), Aufhebung des Raumes um eine Unendlichkeit zu veranschaulichen, Anfänge der Gartenkunst, Intellektualisierung der Kunst, gestreckte Formen und Figuren, verschlüsselte Bildinhalte, Abkehr vom Harmonie – Ideal der Renaissance, gesteigerte Bewegung und Ausdruckskraft, hohe Emotionalität, Regellosigkeit im Stilistisch-Formalen sowie starke Spannung zwischen Raum und Figur.“¹ Dies ist jetzt nicht nur auf die Architektur bezogen, jedoch ist es meiner Meinung nach trotzdem wichtig die ganzen Merkmale zu kennen.
Das große Zeughaus in Danzig, Pommern, Polen.
Der Architekt des Gebäudes ist nicht genau bekannt. Manche Quellen sagen, dass Anton van Obberghen der Architekt war, andere meinen der Architekt war Antony van Obbergen. Es wurde zwischen 1600 und 1609 in Danzig, Pommern, Polen erbaut. Es heißt das „Große Zeughaus“ oder auch auf polnisch „Wielka Zbrojownia“. Früher wurde das Gebäude zur Waffenlagerung genutzt. Heute dient es als Universitätsgebäude, der Danziger Kunsthochschule.

Auf den ersten Blick, wirkt das Gebäude riesig, edel und hebt sich dadurch von den benachbarten Gebäuden ab. Es ist ein symmetrisches Gebäude, welches sehr ruhig wirkt, da es großteils aus Fenstern besteht. Welche eine rechteckige Form haben. Mit den zwei Türmen rechts und links ragt es einige Meter von den anschließenden Gebäuden in die Höhe. Bei der Ansicht von der Jopengasse (östlich) sieht man, dass das Gebäude in zwei Giebel gegliedert wurde. Vier Giebel erkennt man, wenn man vom Kohlemarkt auf das Gebäude schaut. Auf den Giebeln sieht man explodierende Kanonenkugeln, welche aus Bronzeplastik sind.

Das große Zeughaus wurde mit Stein erbaut und ist somit ein Massivbau. Der Massivbau wirkt eher statisch, durch die vielen horizontalen und vertikalen Linien, die durch die ganzen Fenster entstehen. Es ist außerdem eine Symmetrie des Gebäudes zu erkennen. Es gibt viele Ornamente auf der Fassade in gold bzw. in grau/silber. In der Mitte des Gebäudes steht jeweils eine Statue, die Statuen sind aus der Antike. Die an den Giebeln angebrachten wuchernden Ornamenten deuten auf den Manierismus.
Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen erklären und es hilft euch weiter. Bis hoffentlich zum nächsten Mal.

GMR (Schülerin)

Meine Quellen sind: Wikipedia Großes Zeughaus
https://www.gdansk.de/zeughaus-danzig.html
https://structurae.de/bauwerke/grosses-zeughaus
Quelle¹: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/kunst/artikel/manierismus
Wikipedia Manierismus

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Beitragsbild Von Rafał PeplinskiEigenes Werk, CC BY-SA 3.0 pl, Link

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