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Das „Tempelchen“ Bramantes

Hallo zusammen!

Ihr denkt vielleicht gerade: „Architektur der Hochrenaissance? Das ist doch langweilig!“ Aber kommt mit mir auf eine Reise nach Rom und lasst euch vom Gegenteil überzeugen…

Das Gebäude, um das es nun geht, ist eines der bedeutendsten Gebäude der Hochrenaissance: eine kleine Kapelle in Rom namens „Tempietto di Bramante“!

Die Hochrenaissance ging in Italien von 1500 bis 1530 und in Deutschland von 1555 bis 1590. Die Epoche der Renaissance folgte auf die Gotik und wurde von der Epoche des Barock abgelöst. Typisch für die Epoche der Hochrenaissance war das künstlerische Streben nach Ausgewogenheit. Jedes Bauwerk, Gemälde, o.a sollte ausgewogene Proportionen und gleichmäßige geometrische Formen haben. Außerdem sollte alles miteinander harmonieren und der goldene Schnitt sollte eingesetzt werden.

Die wichtigsten Elemente der Architektur waren ideale geometrische Grundformen, wie das Quadrat oder der Kreis. Der Zentralbau wurde bei Gebäuden der Hochrenaissance, vor allem bei Kirchen, oft eingesetzt. Falls ihr einmal vor einem Gebäude der Hochrenaissance stehen solltet und es betrachtet, sollten euch die Doppelsäulen und die Kuppel als typische Merkmale auffallen.

Der bedeutendste Architekt dieser Zeit war Donato Bramante. Er lebte von 1444 bis 1514. Er war außerdem als Maler und Baumeister tätig. Er entwarf zahlreiche Gebäude, darunter auch den Neubau des Petersdoms in Rom, der im Jahr 1506 begann.

                                                         (2) Donato Bramante

Ein sehr typisches Beispiel für die Architektur der Hochrenaissance ist das von Bramante entworfene und nach ihm benannte „Tempietto di Bramante“ (deutsch: Tempelchen Bramantes). Die Kapelle wurde um 1502 im Innenhof des Franziskaner Klosters in Rom erbaut.

                                    (3) Tempietto di Bramante

Treppenstufen führen zum Eingang der kreisrunden Kapelle. Die 16 symmetrisch angeordneten Säulen tragen das obere Stockwerk des Gebäudes, welches einen kleineren Durchmesser hat, als das untere Stockwerk. Unterhalb des Balkons erkennt man einen reich verzierten Fries. Rund um das obere Stockwerk sind abwechselnd rechteckige und oben abgerundete Nischen angeordnet. In die runden Nischen sind auffällige Muscheln eingearbeitet. Dieses Stockwerk trägt die runde Kuppel, auf der man als Abschluss eine steinerne Verzierung mit Kreuz findet.

Auffallend ist bei dieser kleinen Kapelle, der für die Hochrenaissance typische kreisrunde Grundriss. Ein weiteres typisches Merkmal sind die symmetrisch angeordneten Säulen sowie die Anwendung des goldenen Schnitts. Beispielweise steht die Höhe des unteren Stockwerks mit Balkon im Verhältnis 2:1 zum oberen Stockwerk. Das wichtigste Stilelement der Kapelle ist die Kuppel.

Ich hoffe, ich konnte euch die Architektur der Hochrenaissance etwas näher bringen und vielleicht könnt ihr euch an ein paar Merkmale erinnern, wenn ihr mal in Rom seid und diese besondere Kapelle besucht!

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Von SailkoEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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Quellen:

Quelle 1 

Quelle 2

Quelle 3

Quelle 4

Autor: GiK (Schülerin)

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