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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Citizen KANE Kollektiv

Das Citizan KANE Kollektiv besteht aus 7 Künstler und Künstlerinnen. Sie stammen aus der darstellenden und Performance Kunst. Im Kollektiv sind die Künstler alle gleich berechtigt. Das Kollektiv befasst sich mit aktuellen Themen und versucht diese in Theaterproduktionen mit künstlerischem Ansatz zu übertragen. Es geht darum alte, festgefahrene und hierarchische Strukturen aufzubrechen und so eine völlig neue Definition von Kunst zu bekommen. Das Kollektiv spielt überwiegend „site specific“, d.h. an zum Thema passenden Orten in der Stadt, selten auf klassischen Theaterbühnen. Das Kollektiv wird unter anderem von einer Konzeptionsförderung der Stadt Stuttgart, dem Innovationsfond Baden-Württemberg und der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Eine Art „Regeln“ für das zusammen arbeiten hat das Kollektiv in einem Manifest veröffentlicht. Dort veröffentlichen sie unter anderem auch, dass sie mit Künstlern verschiedenster Richtungen zusammenarbeiten um sie zu verstehen. „Scheitern und das dazu stehen“ gehört für sie zur künstlerischen Arbeit dazu. Das Kollektiv recherchiert immer in der gesellschaftlichen Realität und nicht in andern Kunstwerk. So haben sie für das Stück  „Girls Boys Love Cash“ (http://citizenkane.de/PERFORMANCES/GIRLS-BOYS-LOVE-CASH) unteranderem in Rumänien und auch in Deutschland zum Thema Prostitution recherchiert.

Doch am interessantesten fand ich die Aussage, dass die Form den Inhalt bestimmt und nicht umgekehrt. Das will ich herausheben, da ich finde wir sollten uns das zu mehr zu Herzen nehmen. Zum einen sollten wir bei unserer künstlerischen Arbeit, auch im Kimko Unterricht,  darauf achten, dass wir uns zuerst mit der Aussage,  die wir vermitteln wollen beschäftigen und dann überlegen, wie wir sie darstellen können und nicht mit dem Traum von einem gewissen Endergebnis uns an die Arbeit machen, um darüber die Aussage vollkommen zu vergessen. Doch zum anderen sollten wir diese Aussage auch auf uns selbst und unsere Mitmenschen beziehen. Wir sollten wieder anfangen mehr auf die Inneren Werte zu achten und nicht so sehr auf das Äußere.

Das Ganze ist mir im Zusammenhang mit dem oben genannten Stück eingefallen, das ich vom Kollektiv gesehen habe, in den Sinn gekommen. Ich will nicht behaupten, dass das Stück perfekt war und das Kollektiv alles richtig gemacht hat, aber es hat mich zum Denken angeregt und das war, glaube ich, das Wichtigste. Man hat sich danach Gedanken über den Kapitalismus in unserer Gesellschaft gemacht, über den Kapitalismus den wir jeden Tag leben. Immer geht es um Geld. Was kann ich mir von meinem Taschengeld leisten, wie spare ich es am Schlausten ? Ist das zu teuer? Was sind mir gewisse Sachen wert. Alles Fragen, mit denen wir uns täglich  beschäftigen und die alle etwas auf ihre eigene weise etwas mit Kapitalismus zu tun haben. Außerdem fragt man sich was sein Körper wert ist. Unter welchen Umständen wäre man bereit seinen Körper zu verkaufen oder ist das ein komplettes No-Go? Alles Sachen die man für sich selbst entscheiden muss, aber diese Gedanken haben trotzdem den selben Ursprung: ein Stück des Kollektives. Deshalb finde ich Kunst sollte uns aus unserem Alltagssumpf holen, unseren Horizont erweitern, uns neue Perspektiven aufzeigen, uns die Gelegenheit geben alles aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Dazu muss sie nicht perfekt oder so sein, sie sollte uns zum Denken bringen und das hat das Kollektiv bei mir geschafft.

Wer neugierig ist kann hier mehr erfahren, auch zu aktuellen Stücken: http://citizenkane.de/PERFORMANCES/DAS-KOLLEKTIV

Autor: EK (Schülerin)

 

 

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Über kimkoschuelerautoren

ich bin in der Klasse 8b des Friedrich Schiller Gymnasiums. Ich blogge über Kommunikation.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juni 27, 2017 von in Bildende Kunst, Projekte, Theater und getaggt mit , , , , , , , .

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