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Zeit der Ideale- Malerei in der Hochrenaissance

Buongiorno!

 

Und auch noch einmal auf Deutsch Herzlich Willkommen in der Hochrenaissance. In Italien dauerte die Epoche der Hochrenaissance von 1500 bis 1530 an, in Deutschland begann sie erst 1555 und endete 1590. Der Künstler, welcher das Kunstwerk gemalt hat, um das es heute geht, kommt aus Italien und sicher werden einige von euch schon einmal von ihm gehört haben.

Leonardo da Vinci , der unter anderem auch Bildhauer, Architekt und Naturwissenschaftler war, hat die „Mona Lisa“ gemalt. Die „Mona Lisa“ wurde auch „La Gioconda“ genannt, was „die Heitere“ bedeutet. Wann genau ihr Portrait entstanden ist, ist nicht sicher festzustellen. Nach einer Quelle war es zwischen 1503 und 1505, nach einer anderen erst ein paar Jahre später. Da Vinci benutzte eine 77cm hohe und 53cm breite Pappelholzplatte und bildete darauf mit Öl die „Mona Lisa“ mit ihrem geheimnisvollen Lächeln ab. Seit 1804 wird das Gemälde im Louvre in Paris ausgestellt.

hochrenaissance-1(1) Das Gemälde „Mona Lisa“

Auf den ersten Blick spürt man sofort, dass die „Mona Lisa“ etwas Geheimnisvolles umgibt. Das Bild wirkt warm aber in gewisser Weise auch ein wenig bedrohlich. Es ist das Portrait einer jungen Frau, hinter der man eine felsige Landschaft erkennen kann. Sie sitzt scheinbar auf einem Stuhl oder etwas ähnlichem und blickt in die Ferne.
Die „Mona Lisa“, die aufrecht da sitzt, hat ihren Oberkörper nach rechts gewendet. Ihr Gesicht hat sie jedoch leicht nach links gedreht. Ihr linker Arm liegt auf der Stuhllehne auf und sie hat den anderen darübergelegt. Ihre Augen sind geöffnet und sie scheint nach links in die Ferne zu blicken. Auf ihren Lippen liegt ein kleines geheimnisvolles Lächeln. Die dunklen Haare sind schulterlang und ein wenig gelockt. Die Mona Lisa trägt ein dunkles, langärmliges Gewand, welches seidig golden glänzt und einen großen Rundhaltausschnitt hat. Im Hintergrund erkennt man eine felsige Landschaft. Zwischen den Bergen sieht man ein paar Wege, die sich durch die Landschaft schlängeln.

In diesem Bild schafft da Vinci mit verschieden Mitteln Räumlichkeit. Ein bekanntes Merkmal um diese darzustellen ist die Überschneidung bzw. Verdeckung. Das sieht man zum Beispiel daran, dass man das, was sich hinter der Mona Lisa befindet, nicht sehen kann. Aber auch durch die hellen und dunklen Stellen sowie durch Licht und Schatten wird Räumlichkeit erzeugt. Dies kann man besonders gut an den Bergen sehen. Im Hintergrund des Bildes wird nach und nach alles unschärfer, was durch die Luftperspektive erzeugt wird. Denn je ferner etwas ist, desto undeutlicher erkennt man es. Wenn wir einmal die Farben betrachten, fällt auf, das der Künstler im Vordergrund viele Brauntöne und im Hintergrund zunehmend Blautöne verwendet hat. Auch dadurch wird Räumlichkeit erzeugt. Dieses Mittel nennt sich Farbperspektive oder Verblauung.

Leonardo_da_Vinci_LACMA_19.4.22(2) Leonardo da Vinci

Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe, wird die „Mona Lisa“ in die Epoche der Hochrenaissance eingeteilt. Charakteristisch für diese Zeit war, dass anders als in der Frührenaissance die Personen möglichst ideal dargestellt wurden. Außerdem wurden vermehrt Portraits, Aktmalerei und Landschaftsdarstellungen eigenständige Gattungen. Auf da Vincis Gemälde erkennen wir das Portrait einer jungen Frau, die schön und ideal dargestellt wurde. Sie lächelt, wirkt insgesamt sehr zufrieden und trägt Kleidung, die vermuten lässt, dass sie nicht gerade aus ärmlichen Verhältnissen entstammt.
Das Gemälde bildet also eine Frau ab, wie sie für Leonardo da Vinci zu seiner Zeit wohl den Idealmaßen entsprach. Da natürlich früher wie heute „ideal“ für jeden eine andere Bedeutung hat und verschiedene Aspekte erfüllt sein müssen, hat das Gemälde eine sehr subjektive Aussage. Einige von euch werden sie wahrscheinlich ganz hübsch finden, andere werden eher weniger Gefallen an ihr finden.
Da Vincis Interesse bestand bei diesem Gemälde ganz klar am Menschen und dessen Perfektion. Im Grunde besteht auch heute noch bei vielen der Wunsch „perfekt“ zu sein und einem „Ideal“ zu entsprechen.

Insgesamt ist die „Mona Lisa“ ein faszinierendes Portrait einer jungen Frau. Da Vinci hat sie nach seinen Ansichten einer idealen Frau gemalt. Das Faszinierendste ist jedoch ihr geheimnisvolles Lächeln, das die Menschen schon seit vielen Jahren in seinen Bann zieht.

Ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie mir, mich einmal genauer mit einem der berühmtesten Gemälde da Vincis zu beschäftigen.
Schaut bald mal wieder rein!

 

 

Bildquelle (1)

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Bildquelle (2)

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Quellen:

http://worterbuchdeutsch.com/de/Hochrenaissance

http://www.kettererkunst.de/lexikon/hochrenaissance.php

http://www.art-leonardo-da-vinci.de/mona-lisa/

Autor: CeM (Schülerin)

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