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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Die vier Kommunikationsebenen

S: „Mein Spielzeugauto ist schon wieder in deinem Zimmer?!“

L: „Ich habe damit gespielt.“
S: „Wenn du fertig bist, kannst du mein Spielzeug doch zurückbringen!“

Jeder kennt den Streit zwischen Geschwistern. Einer der häufigsten Gründe für einen Streit zwischen Geschwistern ist der Zank um das Spielzeug.  Das liegt daran,  dass Kinder sie erst frühestens mit sieben Jahren teilen lernen. Ein anderer Grund ist auch, dass viele ihre Geschwister falsch verstehen und dies dadurch zu Streitigkeiten kommen kann.

Wir haben uns im Unterricht mit dem Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun beschäftigt um zu erkennen, wie man eine Nachricht verstehen kann.
Es ist ein Modell der Kommunikation welches veranschaulicht, wie man Nachrichten in verschiedenen Ebenen verstehen kann: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Diese Ebenen werden auch als „vier Seiten einer Nachricht“ bezeichnet. Das Modell dient zur Veranschaulichung von der Kommunikation, die durch Missverständnisse gestört werden können, wenn sich Sender und Empfänger unterschiedlich verstehen.

Nach Schulz von Thun kommunizieren wir sogar mit vier Schnäbeln gleichzeitig. Der Empfänger hat dann entsprechend vier Ohren und kann eine Nachricht mit vier Seiten hin verstehen. Der Sender schickt eine Nachricht mit vier Seiten und der Empfänger kann sie mit vier  verschiedenen Ebenen verstehen. Der Empfänger kann die Nachricht allerdings anders aufnehmen, als der Sender sie eigentlich rüberbringen wollte. So kommt es zu Missverständnissen.

Sachebene

Auf der Sachebene vermittelt der Sprecher Daten, Fakten und Sachverhalten.
In unserem Beispiel: „Mein Spielzeugauto ist in deinem Zimmer.“

Selbstoffenbarung

Bei der Selbstoffenbarung werden Gefühle, Werte, Ansichten sowie Bedürfnisse des Senders gezeigt.
In unserem Beispiel: „Ich finde es nervig, dass mein Auto in deinem Zimmer ist.“

Beziehungsebene

Auf der Beziehungsebene kommt zum Ausdruck, wie der Sprecher und der Hörer zueinander stehen. Der Sprecher kann durch die Formulierung, die Körpersprache und den Tonfall die Nachricht verdeutlichen. Man bezieht alles auf sich, nimmt alles persönlich und fühlt sich angegriffen. Die meisten reagieren und antworten beleidigt auf das Gesagte
In unserem Beispiel: „Du bist so unordentlich und bringst nie meine Sachen zurück.“

Appell

Wer etwas sagt, will auch etwas bewirken. Mit dem Appell will der Sprecher den Hörer darauf hinweisen etwas zu tun, damit sind meistens Aufforderungen gemeint.
In unserem Beispiel: „Gib mir sofort mein Spielzeug zurück!“

Zusammenfassend kann man sagen:

  • Sachebene: Worüber ich dich informiere
  • Selbstoffenbarung: Was ich von mir offenbare
  • Beziehung: Wie ich zu dir stehe
  • Appell: Was ich von dir will

Jeder Mensch kann eine Nachricht aussenden, diese ist aber verschlüsselt und wird dann vom Empfänger auf seine Weise interpretiert. Dabei kann es zu Missverständnissen kommen, denn jeder Mensch versteht eine Nachricht auf seine Weise. Mit Mimik und Gestik, kann eine Nachricht verstärkt werden. Doch auch Sie als Sender werden innerhalb des Gesprächs zum Empfänger und hören vielleicht nur auf Ihrem Lieblings-Ohr.

Autoren: LSH, GMR (Schüler)

Creative Commons Lizenzvertrag
Titelbild: Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Link zum Beitragsbild von Pixabay

Weitere Informationen: 4-Ohren-Modell-Wikipedia

Andere Blogs zum Thema: https://faire-kommunikation.de/blog/

https://kimkobloggt.wordpress.com/2015/11/22/schafft-man-es-24-stunden-gar-nicht-zu-sprechen/

 

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