Kimko bloggt

Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Real Life- Hinter den Kulissen YouTube’s

„Hallihallo meine Lieben und willkommen zurück auf meinem Kanal!“
Welcher Jugendliche hat diesen Satz, noch nie gehört? YouTube – eine Plattform, welche täglich wächst und wächst. Doch wie sieht es hinter diesen „perfekten“ Videos aus ? 

Funktioniert wirklich jeder Life Hack, welcher vorgestellt wird oder gibt es auch Probleme in der Durchführung? Sind wirklich alle Produkte so gut, wie sie dargestellt werden?

Mit diesen Fragen haben sich die Schüler aus dem ersten Jahr Kimko (8. /9. Klasse) dieses Jahr schon im Herbst beschäftigt und sich überlegt, wie es hinter den Kulissen der Youtube-Macher eigentlich aussehen könnte. Dazu wurden einige bekannte Youtube-Beispiele angeschaut und etwas genauer unter die Lupe genommen, z.B. von Bibis Beautypalace  aber auch von Gamern wie Izzi und auch ein recht informatives, wenn auch satirisches Video von Herrn Böhmermann.  Vorallem ging es darum, die Videochannels unter dem Aspekt der „Inszenierung“ anzuschauen und sich zu fragen:

Was beabsichtigen diese mit ihren Videos eigentlich? Sind es wirklich nur die Stars oder wer steckt eigentlich noch alles hinter einem Video von Bibi, Dner und Co?  Wodurch finanzieren die sich eigentlich? Und was wird in den Videos gezeigt und was wird rausgeschnitten? Und wieso drehen eigentlich alle in ihren privaten Zimmern? Sehen die wirklich so aus? Welche Kulisse wählen die Stars und was entsteht dadurch für eine Wirkung?

Es bildeten sich im Untericht zehn Gruppen mit 3-4 Personen. In diesen Kleingruppen entwickelten die Schüler kleine Szenen, in denen sie sich selbst als Youtuber inszenierten aber auch gleichzeitig die mögliche Situationen hinter den Kulissen darstellten. 

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Vorbereitung der Bühnenbilder

In den nächsten Stunden fingen alle an sich in ihrer Gruppe eine Szene auszudenken, die Kuratoren arbeiteten am Aufbau und das Presseteam an den Werbemöglichkeiten und einem Plakat. Nach ein paar Stunden waren bereits Rollen und Drehbücher der kleinen Szenen vorhanden, sowie eine Liste pro Team, was sie brauchten für ihr Bühnenbild und wer diese Requisiten dann mitbringen würde.

Außerdem begannen die Gruppen sich passende Kostüme zu suchen und sich mit der Beleuchtung ihres Stückes auseinander zu setzen. Nach einigen Probentagen an den Szenen vor Ort war es auch schon so weit:  Es stand der große Auftritt kurz bevor.

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Kameracheck zur Übertragung auf die große Leinwand

Die Kuratoren hatten bestimmt, wo welche Szene stattfinden würde und wo festgelegt, wo sich das Publikum befinden würde. Die Einzelszenen lieferten nun die Teams, die sich mit den Youtubern auseinandergesetzt hatten.

In einer Szene kamen beispielsweise zwei YouTuberinnen zu spät, da sie noch in einem Juwelier ein Armband stehlen mussten, da sie die nötigen Utensilien für ihr Werbevideo nicht rechtzeitig gekauft hatten. Der Produzentin des Videos war dieser Einsatz jedoch egal, sie schnauzte die Mädchen auch noch an, da sie zu spät kamen. Doch sobald die Kamera in den Aufnahmemodus ging, schlüpfen die beiden Mädchen in ihre Entertainer- Rolle und priesen professioniell eine Chanel-Tasche und das gestohlene Armband an.

Auswahl_09Nach Ende des Drehs forderte die Produzentin die Mädchen dann auch noch auf, ihr die gestohlene Ware zu geben, um diese zu verkaufen. „Ihr bekommt ein paar Prozent“, war ihre Antwort darauf, als die Mädchen protestierten.

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Auch Auch bei „Life-Hack-Videos“ oder Styling-Channels wie „Halloween-Trends“ ließen einzelne Gruppen die Zuschauer hinter die Kulissen blicken und zeigten so manche entnervten Regiesseure oder Kamera-Teams, die sich gleich nach Aufnahme-Stop ordentlich über die gespielte Unprofessionalität ihrer „Youtuber“ beschwerten.

Nun mussten nur noch die Szenen aneinandergefügt werden, so dass ein abwechslungsreicher & reibungsloser Gesamtablauf mit allen 60 Teilnehmern, Beleuchtung und Videotechnik funktionierte.

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Die Plakate wurden im FSG ausgehängt und eine Durchsage zur Werbung in der Schule gemacht. Auch die Presse kam vorab, um sich die Proben zum Stück anzusehen. So passierte es auch, dass so manche Mitglieder des Presseteams  in der Zeitung zitiert wurden, da sie für die Betreuung der Presse zuständig waren.

Am Ende stand die Aufführung am 19.11.2016 im Marbacher Kino, die bis auf den letzten Platz von Besuchern gefüllt  war und 45 Minuten dauerte.

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Im Kino selbst nahmen die 8. & 9. Klässler nach den anstrengenden Proben bei sehr kalten Temperaturen den Applaus mit einem riesen großen, erleichtertem Lächeln im Gesicht an. Für manche war das die erste Theateraufführung ihres Lebens. Doch nicht nur wegen der gelungenen Aufführung waren die Teilnehmer mit der Auseinandersetzung mit den YouTubern zufrieden- manch einer der Produzenten (und auch der Zuschauer) schaut die Videos der YouTube-Sternchen nun sicher mit offeneren (und kritischeren) Augen an …

Pressebericht: Marbacher Zeitung vom 18.11.16

Autoren: G & JL (Schülerinnen) & Abl (Lehrer)

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Über Kimko bloggt

Kimko ist die Abkürzung für das "Kunstprofil Intermediale Kommunikation", das wir am Friedrich-Schiller Gymnasium in Marbach a. N. entwickelt haben und seit September 2013 mit den Inhalten Bildende Kunst, Tanz, Theater, Medien & Wahrnehmungspsychologie unterrichten. Unsere Formel: Kimko = (ästhetisch-kulturelle Bildung + Medienanwendung) x Projektunterricht. Weitere Infos gibt es auf unserer Schulhomepage http://www.fsg-marbach.de/index.php?id=299

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