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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Rembrandt und die Zeit

Zeit bestimmt meinen Alltag. Deinen auch?

Versuch mal, Zeit zu definieren. Geht nicht.

Aber zuerst mal „Hallo“!

Wenn du dir jetzt ein paar Gedanken über Zeit gemacht hast, können wir uns Rembrandt zuwenden.

Was der mit Zeit zu tun hat? Zum Beispiel ist Rembrandts Bekanntheit nicht an Zeit gebunden. Google hat bestätigt, dass Rembrandt (schon) immer ein gesuchter Künstler ist. Um verstehen zu können warum, müssen wir uns erst einmal den Künstler anschauen:512px-rembrandt_-_self-portrait_with_velvet_beret_-_google_art_project
(1)

Rembrandt Harmensz van Rijn ist 1606 in den Niederlanden, genauer Leiden, geboren. Er war der Sohn eines Müllers (Harmen Gerritsz) und einer Bäckerstochter (Neeltgen Willemsdr). Wenn man das so hört, passt es erst einmal nicht zusammen. Aus einem Müllers-Sohn soll ein berühmter Künstler werden? Ja, bei Rembrandt nichts Ungewöhnliches. Zum einen war Künstler damals genauso ein Handwerkerberuf wie Müller, und zum anderen war Harmen Gerrritsz ein vermögender Mann (er besaß 7 Häuser in Leiden, eine Mühle, Ackerflächen und viel Geld). (3)

Rembrandt genoss eine gute Bildung, unter anderem in Latein, um Pfarrer werden zu können. Dazu muss man wissen, dass er nicht allzu lang nach der Reformation 1517 in einem protestantischen Land lebte. Er wurde dann doch nicht Pfarrer und ging in Lehre bei dem Künstler Jacob van Swanenburgh, lernte aber auch von dem Historienmaler Pieter Lastmann. (3)

1634 heiratete er seine Frau Saskia van Uylenburgh, die aber schon 8 Jahre später, im Jahr 1642, starb. Auf Grund dessen malte er nicht mehr so viel, gab aber weiter munter Geld aus und kam dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Am 4. Oktober 1669 starb er.

Wie gerade schon erwähnt lebte Rembrandt von 1606 bis 1669 und in den Niederlanden. Somit war er ein Künstler des protestantischen Barocks.

Jetzt, da wir ihn ein bisschen kennengelernt haben, können wir uns seinen Besonderheiten widmen. Rembrandts Bilder sehen von Weitem sehr plastisch und naturalistisch aus. Wenn man näher davorsteht, sieht man die pastosen Pinselstriche genauer, die Flächen, die plötzlich so ungenau und zu groß wirken und man wundert sich, warum das Gemälde von weiter weg so echt aussah. Seine starken Hell-Dunkel-Kontraste, aber auch die warmen Farben, machen einen großen Teil von Rembrandts Malerei aus. Die Kunst Dinge und Personen (wobei er Personen bevorzugte) so darzustellen, machen ihn meiner Meinung nach zu einem so beliebten Künstler.

Auf seinen vielen Selbstbildnissen kann man diese charakteristischen Eigenschaften auch wiedererkennen. Und auch wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Mit zunehmendem Alter werden seine Bilder „unlustiger“. In jungen Jahren verkleidet er sich noch und schneidet Grimassen, später ist er der ernste und zufriedene Bürger (siehe …).

rembrandt_harmensz-_van_rijn_alt
(2)

Durch die schon genannten Hell-Dunkel-Kontraste, die oft sichtbaren Pinselstriche und die Mimik/Körperhaltung kommt Bewegung in Rembrandts Bilder. Und Bewegung ist ein Ausdruck von Zeit. Womit wir wieder beim Thema wären. Aber da Zeit undefinierbar ist, zählen eigene Gedanken immer noch am meisten.

Viel Spaß beim Denken wünscht

Autorin: HWM

 (1)
Creative Commons Lizenzvertrag
Self-portrait in a Velvet Beret von http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fthumb%2F7%2F72%2FRembrandt_-_Self-Portrait_with_Velvet_Beret_-_Google_Art_Project.jpg%2F836px-Rembrandt_-_Self-Portrait_with_Velvet_Beret_-_Google_Art_Project.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fcommons.wikimedia.org%2Fwiki%2FFile%3ARembrandt_-_Self-Portrait_with_Velvet_Beret_-_Google_Art_Project.jpg&h=1024&w=836&tbnid=TFUzESbUDWRV9M%3A&vet=1&docid=bD_ASTDdYT38lM&hl=de&ei=xjE_WJ_-CqnCgAaHz7Y4&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=646&page=0&start=0&ndsp=48&ved=0ahUKEwif-fippNHQAhUpIcAKHYenDQcQMwgmKAwwDA&bih=868&biw=1821 ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

(2)
Creative Commons Lizenzvertrag
Selbstporträt von http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2F5%2F54%2FRembrandt_Harmensz._van_Rijn_134.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FDatei%3ARembrandt_Harmensz._van_Rijn_134.jpg&h=3000&w=2704&tbnid=LOur2hoLWlvGYM%3A&vet=1&docid=-hz_zhu2tjupXM&hl=de&ei=xjE_WJ_-CqnCgAaHz7Y4&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=4843&page=0&start=0&ndsp=48&ved=0ahUKEwif-fippNHQAhUpIcAKHYenDQcQMwhFKCYwJg&bih=868&biw=1821 ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

(3)Nils Büttner, Rembrandt. Licht und Schatten: Eine Biographie, Stuttgart 2014, S. 16-20 und S. 23.

Beitragsbild:
Creative Commons Lizenzvertrag
Rembrandt-Montage von https://wordpress.com/post/kimkobloggt.wordpress.com/3710 ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 18, 2016 von in aus dem Schulalltag..., Bildende Kunst, Sonstiges und getaggt mit , .

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