Kimko bloggt

Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

MINDPUZZLE

Mindpuzzle ist ein Tanztheater-Projekt, dass von Schülern der 10. Klasse in diesem Schuljahr produziert worden ist. Es geht um die Darstellung des Themas Demenz, dass sich in einem Tanz widerspiegeln soll.

Wie kann man das Thema Demenz in einen Tanz unterbringen und darstellen?

Dies war die erste Frage die wir uns stellen sollten. Am Anfang war es sehr schwierig sich unter dem Thema etwas vorzustellen. Man musste sich erstmal die Frage stellen, was ist Demenz überhaupt?

Dazu haben wir viel im Internet recherchiert oder auch in Büchern nachgeschlagen. Je mehr man sich damit beschäftigt hat, desto mehr Ideen findet man dazu. Jeder musste sich eine Choreo ausdenken und diese auch umsetzen.

Zur Anregung gab es einen Workshop mit einem Tanzpädagogen in der Tanz- und Theaterwerkstatt TTW in Ludwigsburg. Hier konnten wir schon ausprobieren, mit welchen tänzerischen Übertragungen man Gefühle und Begriffe wie „Gehirn“,“Vergessen“, „Einsamkeit“ usw. einbringen kann.

Ein Gespräch mit der Pflegeleitung Frau Scheller aus dem anliegenden Seniorenstift Schillerhöhe und einem betroffenen Angehörigen war ein weiterer Baustein, der uns zur inhaltlichen Auseinandersetzung führte.

06_Mindpuzzle

Unsere Lehrerinnen, Frau Abele und Frau Roth, haben sich dann überlegt,  wie man aus den Einzelchoreos unserer Klasse ein ganze Aufführung zusammensetzen kann. Hierfür wurden schließlich einige der Choreos ausgesucht. Sie wurden mit Gruppenszenen kombiniert, die wir neu entwickelten. Dazu mussten wir unsere Choreos überarbeiten und Verbesserungen miteinbringen.

Um die Aufführung schliesslich zu einem Erfolg zu machen, haben wir mehrere Teams gebildet, die verschiedene Aufgaben bearbeitet haben, z.B.Technik, Dokumentation, Tänzer.

15_Mindpuzzle

Beleuchtung und Ton sind für das Technikteam eine große Aufgabe gewesen. Man musste sich überlegen, wo die Scheinwerfer hinkommen, sodass die Tänzer gut in Szene gesetzt werden können. Außerdem mussten sie über das Abspielen der Musik den Überblick behalten.

Mindpuzzle03

Ein weiteres Team war für die Dokumentation zuständig. Deren Aufgabe war es, Bilder und Videos von den Proben und der Aufführung zu machen, um das Projekt für Presse und Nachbearbeitung festzuhalten.

Auch die Tänzer und Choreografen, die die Tanzabläufe entwickeln, darf man nicht außer Acht lassen. Sie haben die Choreos zum Leben erweckt. Ihre Hauptaufgabe war die Verbesserung der Choreos und natürlich auch die Umsetzung.

10_Mindpuzzle

Da die Choreos, die aufgeführt werden sollten, an unterschiedlichen Orten im Schulhaus stattgefunden haben, entstand die Idee, einen Rundgang durch die Schule zu organisieren. In den Gängen und in der Aula wurden die Einzelchoreografien und Gruppenchoreografien aufgeführt.

Die Gruppenchoreografien wurden aus den schon vorhandenen Elementen der Choreografien der Schüler und neuen Ideen zusammengesetzt und eingeprobt.

Mindpuzzle10

Gruppenchoreo

19_Mindpuzzle

Einzelchoreo

Da die Gänge des Schulgebäudes sehr eng sind, haben wir die Zuschauer in Gruppen aufgeteilt, um sie nacheinander in die Gänge schicken zu können.Wir mussten uns also auch noch überlegen, wie wir die Leute beschäftigen, wärend sie warten. Schließlich ist man zu dem Entschluss gekommen, eine Art „Lese-Inseln“ in der Aula zu gestalten, wo die Dageblieben verschiedene Textausschnitte über Demenz hören konnten. Man konnte dann durch die  bunt beleuchteten „Inseln“ gehen und zuhören.

24_Mindpuzzle7

Zum Lotsen der Zuschauer durch die Gänge haben wir den Gruppen Farben zugeteilt, um sie mit bunten Taschenlampen auf uns aufmerksam zu machen.

Um Ideen für unsere Choreos zu finden haben wir einen Ausflug in die Tanzwerkstadt in Ludwigsburg gemacht. Dort wurde uns gezeigt wie man Emotionen in einen Tanz unterbringen kann. Nach diesem Tag hatten wir ca. 3 Wochen zeit um unsere Einzelchoreos weiter zu entwickeln. Schließlich blieb uns noch ein Probewochenende, wo man die Technik aufgestellt hat und Probedurchläufe durchgeführt wurden.

Feedback von den Schülern:

  • Am Anfang war es schwierig dieses Thema in einem Tanz umzusetzen, da man zuerst den Zusammenhang zwischen Tanz und dem Thema Demenz finden muss. Es war aber auch interessant sich mit dem Thema zu beschäftigen.
  • Aus dem Projekt hat man gelernt, dass man den Ablauf einer Choreo nicht während der Aufführung verändern sollte. Außerdem sollte man sich im Hinterkopf behalten, dass man aus vielen einzelnen Puzzleteilen ein ganzes Puzzle bauen kann.
  • Es hat Spaß gemacht an einem so großen Projekt zu arbeiten und die Stimmung der Zuschauer zu sehen. Insgesamt war es ein gelungenes Projekt mit einer tollen Atmosphäre. Wir hatten sehr viel Freude und würden es gerne wiederholen.

Während des gesamten Projekts mussten wir unsere Arbeit in einem Projekttagebuch protokollieren. In diesen Büchern findet man Ideen für die eigene Choreografie, auch der Tanz wird darin malerisch oder per Text beschrieben. Ebenso dürfen die gestalterischen Mittel nicht fehlen und die Begründung welchen Hintergedanken man zu seiner Choreografie hatte. Jeder Schüler konnte sein Projekttagebuch individuell gestalten. Hier seht ihr ein paar kreative Beispiele:

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Innen: Ablauf der Choreografie

 

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Außengestaltung eines Projekttagebuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Notation einer weiteren Choreografie

 

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Kostümvorschlag

 

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Über Kimko bloggt

Kimko ist die Abkürzung für das "Kunstprofil Intermediale Kommunikation", das wir am Friedrich-Schiller Gymnasium in Marbach a. N. entwickelt haben und seit September 2013 mit den Inhalten Bildende Kunst, Tanz, Theater, Medien & Wahrnehmungspsychologie unterrichten. Unsere Formel: Kimko = (ästhetisch-kulturelle Bildung + Medienanwendung) x Projektunterricht. Weitere Infos gibt es auf unserer Schulhomepage http://www.fsg-marbach.de/index.php?id=299

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am April 26, 2016 von in -Kl.10 2015/16, aus dem Schulalltag..., Sonstiges, Tanz und getaggt mit , , , .

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