Kimko bloggt

Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Schafft man es, 24 Stunden gar nicht zu sprechen?

Hallo zusammen!

Sprechblase nummer 2

Im Kimko-Unterricht haben wir ein Experiment namens „Fastenzeit“ durchgeführt. Wir verzichteten für 24 Stunden auf ein wichtiges Medium unserer Wahl. Ich entschied mich dafür, auf Sprache zu verzichten!

Ich dachte schon, dass es nicht einfach werden würde, aber dass es so schwer wird, hätte ich nicht gedacht!

Es fing schon damit an, dass ich gleich in der ersten Stunde des Experiments automatisch meiner Mutter antwortete, als sie mich etwas fragte. Ich merkte außerdem, dass es schwer ist, sich gegen etwas zu wehren, das man nicht will, wenn man nicht sprechen kann.

Ich sollte mein Zimmer aufräumen, wollte es aber nicht und konnte nicht richtig kontern. Ich versuchte also mich mit Zeichensprache zu wehren. Ich war irritiert, wie schwer es war, sich ohne Worte zu verständigen! Ich fühlte mich aufgeschmissen, alleine und von der Außenwelt abgeschnitten. Man kann zwar auf geschriebene Sprache zurückgreifen, aber das war mir oft zu umständlich und führte auch zu Missverständnissen.

Als das Experiment ca. 4 Stunden lief (~ 14.30 Uhr) fing ich an, Hausaufgaben zu machen. Es funktionierte gut, da ich kaum reden musste. Doch Fragen stellen ist so wirklich schwer! Ich wusste die Übersetzung einer Vokabel nicht und konnte schlecht nachfragen.

Zu Anfang des Experiments fühlte sich das „Nichtsprechen“ sehr ungewohnt, seltsam und fremd an, doch nach ungefähr 6,5 Stunden gewöhnte ich mich langsam daran.

Es war immer noch ein befremdliches Gefühl aber es wurde einfacher.

Am Abend war es dann wieder sehr schwer für mich, als wir beispielsweise gegessen haben. Ich konnte nicht ‚Guten Appetit’ oder ‚es schmeckt gut!’ sagen. Wir schauten auch etwas im Fernsehen an und auch da konnte ich, wenn ich etwas an der Handlung nicht verstanden hatte, nicht nachhaken.

Insgesamt finde ich das Experiment gut, da man mal etwas Neues ausprobiert und sich auch in die Lage stummer Menschen hineinversetzen kann. Außerdem sieht man, wie extrem wichtig die Kommunikation für uns ist! Man kommt fast nicht ohne sie aus! Ihr könnt es ja auch mal ausprobieren!

Autor: MS (Schülerin)

Grafik von Autor

Dieser Blogbeitrag entstand im Zuge einer Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation. Über eine Woche wurden Irritationen in der Alltagskommunikation beobachtet, kommentiert und dokumentiert und in einem Kommunikationstagebuch festgehalten. Dabei bestand eine Aufgabe darin, 24 Stunden auf ein häufig genutztes Kommunikationsmedium zu verzichten. (Hll: Lehrerin)

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Über kimkoschuelerautoren

ich bin in der Klasse 8b des Friedrich Schiller Gymnasiums. Ich blogge über Kommunikation.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 22, 2015 von in -Kl.8 2015/16, Kommunikation, Medien und getaggt mit .

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