Kimko bloggt

Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Bilder im Barock – sind doch nicht langweilig, oder?

… und genau das wollen wir euch heute beweisen, indem wir ein paar Kimkoexperten interviewt haben. Dann zeigen wir euch gleich mal unsere Ergebnisse:

Louis_XIV_of_France

König Ludwig XIV von Frankreich (1638-1715) Technik: Öl auf Leinwand Künstler: Hyacinthe Rigaud (1659-1743) Datum: 1701 Austellungsort: Musee du Louvre

http://uploads.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/LouisXIVofFrance.jpg

Reporter:Wir machen jetzt eine gedankliche Zeitreise in das Barockzeitalter ins frühe Frankreich, in das Jahr 1701. Hier sind wir live dabei, wie Hyacinthe Rigaud ein Porträt von dem Sonnenkönig Ludwig dem 14. malt. Also liebe Kimkoexperten, könnt ihr uns einige interessante Fakten zum Barockzeitalter geben?

Kimkoexperten: Der Barock wird auch das Zeitalter der Fantasie genannt. (1600 – 1770)Es sind viele Porträts von derzeitigen Herrschern entstanden.

Reporter: Was zeichnet diese Porträts aus?

Kimkoexperten: Man hat starke Kontraste bei Licht, Farben und Formen eingesetzt. Das sieht man auch bei unserem Gemälde. Zwischen den orangenen Schuhen und dem blauen Mantel herrscht beispielsweise ein Komplementärkontrast. Außerdem ist auch ein Hell – Dunkelkontrast zwischen dunklen Haaren und dem hellen Mantel zu erkennen.  Zudem haben wir noch einen Licht – Schattenkontrast an dem roten Vorhang an der Decke. Die Bilder sind sehr detailliert, mit vielen Falten, aufwendigen Mustern und naturgetreuen Einzelheiten gemalt. Die natürliche Wirkung ist ebenfalls ein Merkmal des Barocks. Meistens waren die Bilder auch mit Blattgold verziert. Und von wegen langweilige und ruhige Bilder! Die dynamischen Bewegungsformen vor allem bei Kleidung und Kulisse bringen Spannung in jedes Bild.

Reporter: Und apropos Klamotten, unsere Ladies interessiert es bestimmt brennend, was im Barock im Trend war!

Kimkoexperten: Die Leute trugen allgemein pompöse Kleidung. Die Männer trugen Strumpfhosen und große, pompöse Mäntel, die mit aufwendigen Mustern verziert waren. Außerdem waren sie gepudert. Die Frauen trugen ausladende, weite, lange, verzierte Kleider mit Reifrock und Korsett. Zudem wurden oft noch gepuderte Perücken getragen.

Reporter: Waren die Kleider auch auf den Hintergrund abgestimmt? Und haben die Klamotten auch die Macht der abgebildeten Personen angezeigt?

Kimkoexperten: Ja, natürlich haben die mächtigeren Personen prächtigere Kleidung getragen. Die Person stand im Vordergrund. Trotzdem ist der Hintergrund wie auch auf unserem Beispiel (Gemälde vom Sonnenkönig) sehr aufwendig und prunkvoll gestaltet, um die Macht zu demonstrieren.  Diese Gestaltungsweise sieht man auch an diesem Gemälde an dem roten Seidenvorhang und dem gemusterten Boden. Alles in allem ist die Inszenierung durch die geschwungenen Falten und Muster der Stoffe dynamisch.

Reporter: Eine dynamische Inszenierung? Gehört da auch die Pose der abgebildeten Personen dazu?

Kimkoexperten: Selbstverständlich! Sie ist eines der wichtigsten Bestandteile der Inszenierung. Die Pose soll mächtig und stolz wirken. Das erreicht man, indem man:

– sich aufrecht hinstellt

– das Kinn hebt

– die Schultern zurück nimmt

-Schrittstellung

Meistens hält die Person noch einen Macht anzeigenden Gegenstand wie z.B. bei unserem Bild ein goldenes Zepter in der Hand. Auch ein Schwert in der Gürteltasche oder eine Krone ist möglich. Viele dieser Merkmale sieht man auch an dem Bild von unserem Sonnenkönig.

Reporter: Das klingt ja alles wunderbar, doch was ist das Ziel eines solchen Gemäldes?

Kimkoexperten: Also früher war es für Adlige sehr wichtig, ihre Macht zu demonstrieren. Das schafften sie durch solche Gemälde. Außerdem sollte die Nachwelt sich an diese Person erinnern. Deshalb hingen auch Porträtgalerien ganzer Familienstämme in Schlössern.

Reporter: Vielen Dank für diese aufschlussreichen Informationen zu Bildern im Barock. Ich denke wir haben heute in diesem Interview sehr viel gelernt. Was meint ihr liebe Leser und Leserinnen? Bilder aus der Barockzeit sind wohl doch nicht so langweilig oder? Ich denke das hinter den Bildern viel mehr steckt als man denkt. Oder wie seht ihr das?

Bis zum nächsten mal!

Quellen:

http://m.schuelerlexikon.de/…Kunst/Merkmale_und_Zentralthema_des_Barock.htm

http://www.wissen-digital.de/Barock_(Kunst)

http://www.geschichte-der-mode.de/data/uploads/rokoko-mode-frau.jpg

http://uploads.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Louis_XIV_of_France.jpg

geschrieben von: JF; NSF; JS; CMW

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Über Kimko bloggt

Kimko ist die Abkürzung für das "Kunstprofil Intermediale Kommunikation", das wir am Friedrich-Schiller Gymnasium in Marbach a. N. entwickelt haben und seit September 2013 mit den Inhalten Bildende Kunst, Tanz, Theater, Medien & Wahrnehmungspsychologie unterrichten. Unsere Formel: Kimko = (ästhetisch-kulturelle Bildung + Medienanwendung) x Projektunterricht. Weitere Infos gibt es auf unserer Schulhomepage http://www.fsg-marbach.de/index.php?id=299

Ein Kommentar zu “Bilder im Barock – sind doch nicht langweilig, oder?

  1. Pingback: Barock – vielfältiger als man denkt! | Kimko bloggt

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 15, 2015 von in aus dem Schulalltag..., Bildende Kunst, Kl. 8 2014/15, Sonstiges und getaggt mit , , , , .

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