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Kimko: Das Kunstprofil intermediale Kommunikation in Baden- Württemberg

Wahlplakate – was steckt dahinter?

Hallo ihr Wähler da draußen!

Man sieht sie: immer zu einer bestimmten Zeit, sie hängen in Überzahl an den Laternenmasten – die Wahlplakate. Heute sind darauf Politiker und ihr Werbeslogan zusehen. War das schon immer so? Wir haben anhand zweier Beispiele untersucht, mit welchen Mitteln diese Plakate gestaltet wurden und welche Unterschiede es gibt. Dafür haben wir uns ein älteres und ein neueres Plakat von Angela Merkel ausgesucht.

Älteres Bild: hier

Das ältere Bild zeigt Angela Merkel auf einem Wahlplakat 2000. Das Bild ist sehr dunkel und hat einen großen Helligkeitskontrast. Ihre Kleidung ist Schwarz-Weiß gehalten, der Hintergrund ist dunkelgrün. Durch diese gedeckten Farben entsteht eine eher düstere Bildwirkung. Sie lächelt und will damit Vertrauen wecken. Die Botschaft „ein neuer Anfang“ will sagen, dass mit ihr ein neuer Anfang gelingt. Die Schrift ist nicht so imposant und nicht so inszeniert, da sie eher klein und unauffällig gehalten wird.

Neueres Bild: hier

Auf dem neueren Bild sieht man Angela Merkel auf einem Wahlplakat bei der Wahl von 2013. Der Hintergrund ist ebenfalls dunkel, auf diesem Plakat schwarz. Ihre konzentrierte und aufrechte Haltung demonstriert ihre Macht und lässt uns auf sie aufblicken. Der Blick wird automatisch durch die Komposition und die Kleidung der Kanzlerin auf sie gerichtet. Die Kanzlerin hat einen grünen Blazer an, sie lächelt wieder und macht ihre berühmte Geste (die Finger zu einem Dreieck). Sie trägt wieder die gleiche Kette wie auf dem Plakat von 2000.

Das Bild hat wieder einen großen Helligkeitskontrast, wirkt aber durch ihre Kleidung nicht so dunkel wie das erste Bild. Ein Komplementärkontrast ist auch vorhanden, man sieht ihn bei dem Grün des Blazers, und bei dem Rot des Logos der Partei. Man könnte in die Farbe ihrer Kleidung auch hinein interpretieren, dass sie Hoffnung ausstrahlen will, da Grün ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung ist. Zusätzlich war Grün die damalige Modefarbe.

Der Slogan will ausdrücken, dass es unserem Land mit Angela Merkel gut geht und wir sie wieder wählen sollen . Das „WIR“ wurde nochmal hervorgehoben, indem sie es mit der deutschen Flagge hinterlegt wurde. Durch das „WIR“ fühlen wir uns angesprochen, da die Flagge uns ein Gefühl von Zusammenhalt gibt. Daraus schließen wir, dass sich sehr viele Gedanken um die Botschaft gemacht wurden. Insgesamt ist das ganze Bild sehr inszeniert, da die Kanzlerin auch in der Mitte steht und in die Kamera schaut.

Wenn man die beiden Bilder miteinander vergleicht, sieht man eindeutig, dass das neuere Bild mehr inszeniert wurde, da sich viel mehr Gedanken um die Kleidung und die Schrift vom Slogan gemacht wurde. Außerdem sieht die Kanzlerin auf dem neueren Bild viel netter und vertrauensvoller aus, da sie auch die Zähne zeigt und ihre berühmte Geste macht. Wir denken, dass das ältere Bild entweder draußen aufgenommen wurde, da im Hintergrund Licht durch Bäume scheint, oder das die Kanzlerin ins Bild eingefügt wurde, da sie sehr gut beleuchtet ist. Das zweite Bild wurde in einem Fotostudio aufgenommen, weil der Hintergrund einfarbig ist und die Beleuchtung sehr gut auf die Kanzlerin ausgerichtet wird. Durch die gute Beleuchtung entstehen nicht so viele Schatten. Insgesamt ist das neuere Bild mehr inszeniert als das erste. Das neuere Bild von 2013 wirkt insgesamt freundlicher und ansprechender durch die neuen Stilmittel, die verwendet wurden. Durch einfache Mittel lassen sich erstaunliche Effekte erzielen.

Nachdem wir uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben, finden wir, dass sich Politiker sehr gut inszenieren lassen und mit den Wahlplakaten unser Unterbewusstsein und somit auch unser Wahlverhalten beeinflussen.
Haben wir euer Interesse am Wahlkampf geweckt?

Auf diesem Link findet ihr weitere Meinungen zum Wahlverhalten und wie sich andere Personen durch die Wahlplakate beeinflusst fühlen.

Autoren: PWH, C2S, FZI (Schülerinnen)

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Über Kimko bloggt

Kimko ist die Abkürzung für das "Kunstprofil Intermediale Kommunikation", das wir am Friedrich-Schiller Gymnasium in Marbach a. N. entwickelt haben und seit September 2013 mit den Inhalten Bildende Kunst, Tanz, Theater, Medien & Wahrnehmungspsychologie unterrichten. Unsere Formel: Kimko = (ästhetisch-kulturelle Bildung + Medienanwendung) x Projektunterricht. Weitere Infos gibt es auf unserer Schulhomepage http://www.fsg-marbach.de/index.php?id=299

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 14, 2015 von in aus dem Schulalltag..., Kl. 8 2014/15, Medien und getaggt mit , , .

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